weather-image
15°
Frischer Wind/ Piraten wollen Hameln zur „Essbaren Stadt“ machen

Salatreihen statt Lindenbäume

HAMELN. Johannisbeeren im Kuckuck, Apfelbäume am Weserufer oder Petersilie im Bürgergarten – in mehr als 80 Städten in Deutschland können die Bewohner bereits alles, was reif ist, ernten und aufessen. Geht es nach der Fraktion Frischer Wind/ Piraten im Hamelner Rat soll auch die Rattenfängerstadt zur „Essbaren Stadt“ werden.

veröffentlicht am 04.04.2017 um 13:10 Uhr

Wie hier in Minden sollen auch in Hameln bald Tomatenpflanzen frei zum Ernten mitten in der Stadt stehen. Foto: Detlef Müller
Michael Zimmermann

Autor

Michael Zimmermann Volontär zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Als Vorreiterstadt gilt Andernach am Mittelrhein. Dort heißt es bereits seit 2010 „Pflücken erlaubt statt Betreten verboten“. Auch in Minden hat ein Verein inzwischen mehrere Beete gepflanzt, aus denen sich jeder bedienen darf. Dort hat die Stadt auch eine Fläche für den Kartoffelanbau zur Verfügung gestellt.

Geht es nach der Fraktion Frischer Wind/ Piraten im Hamelner Rat soll auch die Rattenfängerstadt zur „Essbaren Stadt“ werden. Dem Antrag zufolge, den die Fraktion nun eingereicht hat, sollen auf Flächen, die zurzeit brachliegen, wie die ehemaligen Britengelände an der Weser oder das Schulzentrum Nord statt Linden- und Kastanienbäumen Salatreihen oder Brombeersträucher gepflanzt werden. Auch dort, wo Auffrischungen oder Ersatzpflanzungen anstehen, soll auf Essbares gesetzt werden. Außerdem soll die Verwaltung prüfen, ob auch öffentliche Flächen als Gemeinschaftsgärten bereitgestellt werden können.

Den Bürgern fehle es an ansprechenden Projekten, heißt es in dem Antrag. Rathaus-, Schul- und Verkehrswegesanierung seien zwar wichtig, würden aber nicht als Weiterentwicklung der persönlichen Lebensqualität wahrgenommen. Gerade die laufenden Pläne zur Neugestaltung des Linsingengeländes, der Einstieg in die Ausgestaltung des Weserufers und auch die Attraktivitätssteigerung des Kuckuck böten Chancen, jetzt einzusteigen, sagt die Fraktionsvorsitzende Claudia Schumann. „Wir brauchen Maßnahmen, die überwiegend die Belange der Bürger berücksichtigen.“ Beim Projekt Hameln 2030 liege der Fokus schließlich auf mehr Gemeinsamkeit.

Die „Essbare Stadt“ sei außerdem kostenneutral umsetzbar und könne die Wertschätzung für eigene Lebensmittel wieder stärker in den Vordergrund bringen.

Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare