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Der milde Winter hat ein kleines Wunder vollbracht: Manche Sommer- und Herbstpflanzen blühen munter weiter

Rosen im Januar – wer will da noch Eisblumen?

Hameln. Das Schönste an diesem Winter sind die Blumen. Und damit sind keineswegs die Eisblumen gemeint, die sich im letzten Jahr noch zu voller Pracht entfaltet haben, diesmal aber nicht mal mickern. Leichten Herzens verzichten wir auf das eiskalte Vergnügen; denn Rosen, Sonnentau, Mädchenauge und Schafgarbe entschädigen uns reichlich mit ihren Blüten. Jawohl, sie sind noch da. Übrig geblieben vom letzten Sommer. „Phänomenal“, sagt Matthias Großmann, Chef des Gärtnereibetriebes „Stauden Junge“ in Wehrbergen. Er staunt jedes Mal, wenn er an den bepflanzten Verkehrsinseln vorbeifährt, was dort noch alles blüht. Ein kleines Wunder. Die milden Wintertemperaturen haben die Lebensdauer von vielen Sommer- und Herbstblumen verlängert und andere Pflanzen animiert, früher als sonst in Erscheinung zu treten. Weil der Winter so warm ist, zeigen auch manche Zwiebelpflanzen bereits ihre Köpfchen. „Bleibt es weiterhin so, werden sie austreiben“, sagt Großmann.

veröffentlicht am 09.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 06:21 Uhr

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Autor:

Karin Rohr
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Schneeglöckchen, Krokusse und Winterlinge sind die ersten Botschafter des Frühlings. Gibt es in der nächsten Zeit keinen frostigen Kälteeinbruch, werden sich wohl bald auch die Spitzen von Traubenhyazinthen und Osterglocken sehen lassen. Kamelien und Magnolien tragen schon dicke Knospen. „Wenn es dann aber Mitte Februar doch noch zu einem plötzlichen Wintereinbruch und zu hohen Temperaturschwankungen kommen sollte, sind viele Pflanzen schon so weit entwickelt, dass es für sie problematisch wird“, fürchtet Großmann: „Dann bekommen sie regelrecht einen drauf. Blumenzwiebeln können das noch verkraften, bei manchen Sträuchern aber sieht das anders aus. Sie sterben ab.“

Nicht verabschiedet haben sich die Rosen in vielen Gärten. Nicht nur, dass sie ihr Laub behalten haben, sie blühen auch noch. Im Januar. Zur Freude aller Fans dieser „Königin der Blumen“. In trauter Eintracht mit den Christrosen, die jetzt jahreszeitlich dran sind, haben auch noch ein paar Herbstastern überwintert. Und an geschützten Stellen recken sogar schon die ersten Duftveilchen ihre Köpfe vorwitzig aus der Tannenabdeckung.

Überraschungen erlebt man zum Jahresanfang nicht nur im eigenen Garten, auf Balkon oder Terrasse. Wer jetzt mit offenen Augen durch den Bürgergarten geht oder sich die Staudenbepflanzung im öffentlichen Raum wie am Rathausplatz oder auf den Verkehrsinseln an Erichstraße und Guter Ort näher anschaut, wird erstaunt sein, was dort noch alles blüht. So schön können Pflanzen im Winter sein. Mal Hand aufs Herz: Wer will da noch Eisblumen?

3 Bilder

Rosen vor dem Rathaus, Primeln und Gänseblümchen im Bürgergarten: Wer sich in diesem Januar in den Vorgärten oder beim öffentlichen Grün umschaut, erlebt das reinste (Blüh-)Wunder.



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