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Prozess gegen Hamelner hat begonnen

Romany L. – ein „abgebrühter“ Frauenmörder?

Hameln/Münster. Der brutale Mord an Josepha T. (83) löste in dem kleinen Ort Hörstel-Riesenbeck, wo jeder jeden kennt, blankes Entsetzen aus. Als die Staatsanwältin gestern unter großem Medieninteresse im voll besetzten Schwurgerichtssaal des Landgerichts Münster die Anklage verliest, regt sich auf der Anklagebank nichts. Der arbeitslose 23-jährige Romany L. aus Hameln hat sich zurückgelehnt. Hin und wieder dreht er sich zu seinen Angehörigen um, die im Zuhörerraum sitzen. Sein mutmaßlicher Komplize Ricardo L., ein 41 Jahre alter gelernter Koch aus Hannover, fixiert indes die Vertreterin der Anklage. Raubmord wird den Männern zur Last gelegt – sie sollen aus Habgier getötet haben. Romany L. und Ricardo L. machen von ihrem Recht Gebrauch, zu schweigen. Das lassen sie über ihre Anwälte erklären. Laut Anklageschrift sollen die beiden Männer von reisenden Dachdeckern den Tipp bekommen haben, dass die als vermögend geltende Frau Geld und Wertgegenstände in einem Tresor aufbewahrt. „Durch ein Fenster sind die Täter gewaltsam in das Haus des Opfers eingedrungen“, berichten Beamte der Kriminaltechnik.

veröffentlicht am 23.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 22:41 Uhr

Romany L. aus Hameln muss sich vor dem Schwurgericht Münster ver

Autor:

Hanno Ewald
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Im Schlafzimmer brachen sie den Tresor auf und durchwühlen das ganze Haus. Josepha T. wurde mit einem kantigen Gegenstand und mit Fäusten totgeschlagen. Vermutlich sollte sie mit Gewalt gezwungen werden, den Panzerschrank zu öffnen. Sonderbar: Geld und eine Scheckkarte mit PIN-Nummer ließen die Mörder am Tatort liegen. Was den Tätern bei der Raubtat in die Hände gefallen ist, „steht nicht fest“.

Die 20-köpfige Mordkommission leistete ganze Arbeit – Telefonüberwachung und die am Tatort gesicherten DNA-Spuren und Schuhabdrücke führten schließlich auf die Spur der Männer. Blutspritzer an der Lederjacke des Hamelners stimmen mit dem Blut des Opfers überein.

Als „abgebrüht“ beschrieb ein Polizeibeamter den 23-Jährigen, der am 28. Juli dieses Jahres um 6.15 Uhr in Afferde im Bett liegend von einem Spezialeinsatzkommando der Polizei festgenommen wurde. In seiner Wohnung stellten die Beamten eine Pistole und Munition sicher. Musste die alte Frau sterben, weil sie einen der Täter kannte? Das soll der 41-Jährige gegenüber dem Beamten geäußert haben, der gestern als Zeuge gehört wurde. Ihm soll Ricardo L. gesagt haben, er sei am Tatort gewesen und habe das Fenster der Wohnung geöffnet. Im Haus der alten Dame vermuteten die Verbrecher 200 000 Euro. Der Prozess wird am 12. Januar fortgesetzt.



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