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HMT: „Die können sich ja ein Kissen mitbringen“

Rollstuhlfahrer blicken in der Rattenfänger-Halle auf eine Balustrade

veröffentlicht am 11.02.2014 um 17:53 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:31 Uhr

In der kleinen Nische auf der Haupttribüne sind Rollstuhlplätze ausgewiesen von denen aus man nur die Hälfte der Bühne zu Gesicht bekommt.  Wal

Hameln (jmr). In einer Zeit, in der das Bestreben zur Inklusion in keiner politischen Rede fehlen darf, spielt sich das echte Leben von Rollstuhlfahrern zum Teil immer noch am Rand ab. Für Karolin Fiedler (Name von der Redaktion geändert) und Konstantin Grosch, beide sitzen im Rollstuhl, endet es oft hinter einer roten Balustrade. Jedes Mal, wenn sie zu einer Veranstaltung in die Rattenfänger-Halle gehen, versperrt ihnen der Handlauf vor den ausgewiesenen Rollstuhlplätzen die Sicht, obwohl die Internet-Seite der Stadt Hameln Rollstuhlfahrern in der Mehrzweckhalle einen „optimalen Blick von oben“ verspricht – ohne „Sichtbehinderung“.

Karolin Fiedler weiß aber: „wenn man was sehen will, muss man in den Gang fahren und versperrt so den Weg.“ Sie will nach zwei Kulturveranstaltungen, die sie halb gesehen hat nicht mehr in die Mehrzweckhalle. Der Lösungsvorschlag, den Oliver Meinecke, Mitarbeiter der Hameln Marketing und Tourismus GmbH und zuständig für die Verwaltung der Halle, anbietet, klingt reichlich unsensibel: „Die können sich ja ein Kissen mitbringen. Sie wissen ja vorher, dass sie nichts sehen.“



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