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Windenergie war ein Thema bei der letzten Bürgerversammlung / Hottenbergsfeld entwickelt sich

Rohrsener zeigen Verständnis für Haverbeck

Rohrsen (gro). In Rohrsen hat man durchaus Verständnis für die teilweise ablehnende Haltung der Haverbecker beim Thema Windenergie, nicht zuletzt, weil Haverbeck naheliegt. Das zeigte sich bei einer Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus, zu der über 50 Bürger gekommen waren. Michaela Klank von der Stadt Hameln stellte dort die Planung und Möglichkeiten zur Aufstellung von Windkrafträdern vor, erläuterte Ausschlusskriterien, Abstandsradien zu Bebauungen und Artenschutzanforderungen.

veröffentlicht am 12.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 07:41 Uhr

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Acht Flächen wurden mit Größe und Lage benannt: Südlich des Liethberg, (5,1 Hektar), westlich Hilligsfeld (9,4), das Gröninger Feld (8,1), südlich Hastenbeck (9,4), südwestlich (8,5) und südöstlich Haverbeck (12,1), die bestehende Vorrangfläche östlich Afferde (8,4) und der Liethberg (35,0). Besonders gut geeignet sei, so Klank, letztgenannte, auf der bis zu fünf Windräder gebaut werden könnten. Ausdrücklich stellte sie für die Zuhörer aber fest: „Noch sind keine Standorte festgelegt.“

Der Erste Stadtrat Eckhard Koss hob hervor: „Regenerative Energien sind das A und O. Diese müssen wir erhöhen.“ Nach Gesetzeslage würden Gebiete für Windenergie ausgewiesen.

Ortsvorsteher Jobst Brüggemann hatte eingeladen und machte seine Position deutlich: „Ich selbst bin kein Freund von Windrädern, wir sind aber durch das Gesetz verpflichtet, Vorranggebiete auszuweisen.“ Zurzeit betrage der Anteil der regenerativen Energie insgesamt zwölf Prozent an der Gesamtenergie. Da könne sich jeder vorstellen, wie es aussähe, wenn allein eine Steigerung auf 30 Prozent nur durch Windenergie erfolge. Für die kritische Haltung einiger Haverbecker Bürger zeigte er daher Verständnis: „Wenn die jetzt eine Fläche erhalten, dann dreht sich dort rundherum alles.“

Weiteres Thema war in der Versammlung die Ansiedlung der Firma Electronic Wood Systems im Gewerbegebiet Hottenbergsfeld. Sie stellt Messanlagen für die Holzwerkstoffindustrie her. „Bei uns gibt es keinen Lärm, keinen Staub. Wir sind ganz harmlos“, sagte Investor Hans Peter Kleinschmidt und erntete Applaus. Zufrieden war Koss mit der Bebauung des Gewerbegebietes. „Wir sind froh, dass hier investiert wird und Arbeitsplätze geschaffen werden.“ Ausdrücklich stellte der Erste Stadtrat aber auch fest, dass die Stadt dort keine „Einkaufscenter“ auf der grünen Wiese mehr wolle. „Wir wollen die Kaufkraft in der Innenstadt halten.“ Viele Bürger hatten gehofft, dass das Kaufhaus Real zum Hottenbergsfeld zurückkehren könnte, so Jobst Brüggemann gegenüber der Dewezet. Jetzt führen manche Rohrsener eher zum Supermarkt nach Coppenbrügge und Afferder beispielsweise nach Emmerthal als nach Hameln in die Innenstadt, berichtet Brüggemann.

Den Stand der Bebauung und Verkauf der Wohnbebauungsflächen im Hottenbergsfeld gab Koss wie folgt an: Von den 191 Plätzen seien 63 verkauft, davon 14 mit Erbbaurecht, und zehn Plätze seien reserviert. Für die Bewohner der Straße „Vor den Gründen“ teilte er mit: „Bis zum Ende des Sommers erhalten Sie eine Fahrbahnenddecke.“

Bauoberrätin Michaela Klank (re.) stellte die Planung und Möglichkeiten für die Errichtung von Windkrafträdern vor.



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