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Hamelns SPD-Chef Sattler nennt bevorstehende Operation als Grund für den Bürgermeister-Ausraster

„Rode hätte mehr Gelassenheit zeigen sollen“

Hameln (HW). „Ihr könnt mich ja aus der Partei ausschließen.“ Mit diesen Worten hat der sozialdemokratische Bürgermeister Herbert Rode nach kritischen Äußerungen zur Sanierung der Fußgängerzone durch den Genossen und Vorsitzenden des Vereins für Grenzbeziehung und Heimatpflege, Helmut Bläsche, am Freitagabend den Saal des Hotels „Stadt Hameln“ und damit die Versammlung des SPD-Ortsvereins (wir berichteten) fluchtartig verlassen. Inzwischen haben sich die Wogen etwas geglättet. Rode ist noch in der Partei, und dort denkt niemand daran, den Bürgermeister auszuschließen.

veröffentlicht am 31.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 04:21 Uhr

Werner Sattler
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„Das Meinungsbild zur Fußgängerzone ist auch bei den Sozialdemokraten vielfältig. Es sind nicht alle 525 Mitglieder für die Sanierung, wie es der Rat vorhat“, betonte gestern SPD-Vorsitzender Werner Sattler und fügte hinzu: „Da ist es dann zwischen zwei Genossen zu einem Disput gekommen, den sie auch wie zwei gestandene Männer und von Genosse zu Genosse untereinander klären sollen. Für mich ist die Sache erledigt. Ich gucke nach vorn.“

Allerdings bescheinigte der SPD-Chef dem Bürgermeister auch eine „gewisse Dünnhäutigkeit“ bei der Auseinandersetzung. „Er hätte mehr Kompetenz und Gelassenheit zeigen sollen. Sein Verhalten muss jedoch im Zusammenhang mit gesundheitlichen Schwierigkeiten gesehen werden“, sagte Sattler und versuchte, Verständnis für den Bürgermeister aufzubringen. Herbert Rode war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

„Das Thema stand nicht auf der Tagesordnung“

Für Sattler war die Forderung Bläsches, bei der geplanten Sanierung der Fußgängerzone doch die Meinung Andersdenkender mehr zu respektieren und mehr Bürgernähe zu zeigen, ohnehin an die Fraktion und nicht an die Partei gerichtet. „Bläsche hatte die Mehrheitsgruppe angesprochen und von den entsprechenden Ratsmitgliedern erwartet, Kritiker nicht von oben herab zu behandeln. Das wollte sich Rode nicht gefallen lassen“, begründete der Vorsitzende, der im Verlauf der Versammlung über eine Zusammenkunft zur Fußgängerzone im November des vergangenen Jahres berichtete und damit den dann folgenden Eklat erst ermöglichte. „Das Thema stand gar nicht auf der Tagesordnung. Deshalb wurde auch nach kurzer Zeit von einem Mitglied ein Ende der Debatte beantragt, dem die Versammlung folgte. Wir hatten uns eigentlich getroffen, um uns auf die bevorstehende Europa-Wahl einzustimmen“, erklärte Sattler, der auch einen Sitz im Rat hat. Unmissverständlich erklärte der SPD-Chef jedoch: „Wir haben am 19. April das Bürgerbegehren. Da kann jeder so abstimmen, wie er will. Die SPD-Fraktion aber steht fest zur Modernisierung.“

Herbert Rode

Auch Bläsche ist an einer Einigung interessiert: „Ich habe mit Herbert Rode keinen Streit, sondern lediglich – ohne überhaupt Namen zu nennen – den Umgangston moniert. Und wenn jemand nicht meiner Meinung ist, dann ist er noch lange nicht mein Feind.“



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