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Riesige Flammen in Reher - Rauchsäule war in Detmold zu sehen

veröffentlicht am 19.05.2009 um 23:10 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

LKWBrand

Reher (ube). Mehr als 750 000 Euro Schaden sind  Dienstagabend bei einem Brand auf der B 1 in Reher entstanden. Eine Rauchsäule stieg mehrere hundert Meter auf – sie war sogar in Detmold zu sehen. Ein 80-Tonnen-Autokran ging in Flammen auf. Zwei Häuser wurden durch extreme Hitze beschädigt. Die Bundesstraße blieb bis Mitternacht gesperrt. Hydrauliköl lief in die Kanalisation. Um einen Umweltschaden zu verhindern, baute die Feuerwehr Ölsperren auf dem Grießebach.Reher.

 „Die schwarze Rauchsäule“, sagt Dieter Abt von der Kranfirma Hofmann, „war sogar in Detmold zu sehen.“ Abt schaut auf den 80-Tonnen-Kran, der völlig ausgebrannt auf der Bundesstraße 1 in Reher steht. Sechs Monate ist er alt. Nun ist er Schrott. Ein paar Flammen sind noch zu sehen, Qualm steigt auf. Feuerwehrleute löschen mit Schaum. Die Häuser rechts und links der Straße strahlen Hitze ab. Fast alle Fensterscheiben sind gesprungen, viele Kunststoffteile geschmolzen. „Ja, es war extrem heiß“, sagt Hans-Joachim Niehoff (64), der dem Kranwagen-Fahrer (36) mit einem Feuerlöscher zur Hilfe geeilt war. „Der Mann stand auf dem Brummi und löschte. Ich habe nur gesagt: ,Komm weg hier. Gegen den Brand können wir nichts mehr ausrichten‘.“
 Aus einem Hydrauliktank liefen 450 Liter Öl aus. Auf der Straße entzündete sich die Flüssigkeit und lief bergab über die Fahrbahn. „Ich dachte: Wenn jetzt die Feuerwehr nicht schnell kommt, dann ist alles zu spät“, sagt Niehoff.
 Der erste Notruf lief um 19.29 Uhr in der Regionalleitstelle in Hameln auf. „In der Ortsdurchfahrt von Reher brennt ein Lkw“, teilte ein Mann mit. Disponent Ralph Löschner löste sofort Alarm für die Feuerwehren Aerzen und Reher aus. Nur vier Minuten später waren die ersten Kräfte zur Stelle. Da brannte der Autokran schon lichterloh. Freiwillige aus Kirchohsen und Grießem rückten zur Unterstützung an. Während die einen mit Wasser und Schaum löschten, dichteten die anderen Gullyschächte mit Folien ab. Doch Öl war bereits ins Kanalnetz gelangt. Auf dem Grießebach bauten Helfer sofort zwei Ölsperren auf. Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke – er ist Chemiker und Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde – versuchte in der Nacht, einen Umweltschaden zu verhindern. Bei Redaktionsschluss war noch unklar, ob Öl ins Gewässer gelangt ist. „Es kann auch eine große Menge verbrannt sein. Wir müssen abwarten“, sagte Wöbbecke.
 Zur Bergung des Havaristen rückten große Kräne an. Die B 1 war bis nach Mitternacht gesperrt.

Das Foto machte unsere Leserin Silke Köller aus Reher. Weitere Bilder finden Sie im Internet unter www.dewezet.de (siehe Bildergalerien). 

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