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Hamelner Patrick Meißner qualifiziert sich im Südbad für Wettbewerb auf Landesebene in Wolfsburg

Richtige Rutschposition macht den Meister

Hameln (gro). Dunkle Wolken ziehen am Sonnabend kurz nach 13.30 Uhr über das Südbad und auch ein Grollen ist zu hören. Doch im Westen hellt es sich auf und Ronja Tünnermann sagt: „Bis zum Start haben wir noch etwas Zeit. Ich glaube, wir können den Ortsentscheid für die Niedersächsische Rutschmeisterschaft pünktlich starten.“ Enttäuscht ist die Organisatorin allerdings über die geringe Teilnehmerzahl von nur zehn Meisterschaftskandidaten. „Das muss wohl dem Wetter geschuldet werden,“ meint sie. Aber die, die gekommen sind, wollen es wissen. Aufgeregt treten sie von einem Fuß auf den anderen und geben Namen und Anschrift an. Sieben Starter kommen aus dem Bereich Hameln, einer aus Bodenwerder, einer aus Laatzen und einer aus Uslar. Sie alle werden aus zehn Metern Höhe über die 65 Meter lange Rutsche durch die Kurven in das Wasserbecken gleiten – und das so schnell wie möglich. Zwei Durchgänge sind vorgesehen und die Zeiten werden addiert. Wer die kürzeste Zeit erreicht ist Sieger und hat sich für die niedersächsische Rutschmeisterschaft in Wolfsburg qualifiziert.

veröffentlicht am 26.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 12:21 Uhr

Diskussion um die richtige Haltung und Strategie.
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Schnelle Zeit durch Drei-Punkt-Position

Pünktlich um 14 Uhr startet Tünnermann den Ortsentscheid. Gesucht wird der Rutschmeister von Hameln. Bevor es losgeht und die Kandidaten einzeln nach oben auf die Rutsche gerufen werden, erklärt sie nochmals die Regeln: „Gerutscht wird nur in Rückenlage oder Sitzposition. Verboten ist rückwärts und zur Disqualifikation führen auch das Rutschen auf Ellenbogen, Knien, Bauch. Eincremen und Einfetten von Körperteilen ist untersagt und es darf nur die übliche Badebekleidung getragen werden.“

Vor dem Treppenaufgang zur Wasserrutsche stehen nun die Kandidaten. Der eine verschränkt seine Arme, der andere zupft nervös an dem über die Schulter gelegten Handtuch – aber alle beobachten die Konkurrenz, wie sie die Rutsche herunterkommt. Die Zeitunterschiede sind groß. Der Langsamste braucht 23,2 Sekunden, der Schnellste nur 13,1. Während die einen nach dem ersten Durchgang ihre Strategie und Körperhaltung für den zweiten Lauf diskutieren, ziehen sich die anderen allein auf eine der Bänke nahe der Rutsche zurück, wie auch Thorsten Krecan aus Uslar. „Im letzten Jahr hat es nicht geklappt,“ sagt er, „aber dieses Jahr will ich dabei sein. Darum fahre ich zu mehreren Ortsentscheiden, um das Ticket für Wolfsburg zu erreichen.“ Und wie macht er das? „Nun ja, am Startpunkt Schwung an der Stange holen, dann im Kanal auf einer Ferse und nur mit den Schulterblättern rutschen – in der sogenannten Drei-Punkt-Position“, erklärt er fachmännisch. Diese Position scheint von den meisten Kandidaten bevorzugt zu werden. So auch von Andreas Bluhm aus Rumbeck und Manuel Leidisch aus Hameln, die beide zum ersten Mal mitmachen. Es folgt der zweite Durchgang und die Besten aus dem ersten bestätigen ihre gute Leistung und dass die Drei-Punkt-Position tatsächlich die schnellsten Zeiten bringt. Mit insgesamt 26,1 Sekunden ist Patrick Meißner aus Hameln der Schnellste und empfängt Medaille, Urkunde, T-Shirt und Gutschein für die Teilnahme an der Landesmeisterschaft in Wolfsburg.

„Ich war das erste Mal dabei und gleich Sieger. Damit habe ich nicht gerechnet, zumal Konkurrent Thorsten Krecan ganz schön stark war und es reißen wollte,“ sagt er. Und sein Meistergeheimnis? „Keins. Drei-Punkt-Position und runter.“ Zweiter wurde Krecan mit 26,47 Sekunden und Dritter Manuel Leidisch aus Hameln mit 28,62 Sekunden.

Hamelns Rutschmeister Patrick Meißner 2009 (blaues Trikot) im Kr
  • Hamelns Rutschmeister Patrick Meißner 2009 (blaues Trikot) im Kreise der Teilnehmer.
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Die konventionelle Rückenposition brachte für Kevin Schröder bei den Hamelner Rutschmeisterschaften im Südbad trotz Siegerpose nur Platz sechs.

Fotos: gro



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