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Rhetorik-Regel: "Du sollst nicht langweilen!"

veröffentlicht am 18.04.2012 um 16:09 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:34 Uhr

Hameln (bha). Nicht stammeln, präzise Wortwahl, klare Bilder – wer weiß, wie er seine Themen in Szene setzen kann, hat als Redner und Gesprächspartner die besseren Karten und kann leichter überzeugen. René Borbonus gilt als Profi auf dem Gebiet der Rhetorik und teilt Donnerstagabend ab 19.30 Uhr sein Wissen mit Teilnehmern der Dewezet-Vortragsreihe. Für die Veranstaltung im Maxx-Kino gibt es noch Karten. Redakteurin Birte Hansen traute sich vorab, sich dem Rhetorik-Experten fragend zu nähern und einen Vorgeschmack auf das Programm zu entlocken.

"Herr Borbonus, erkennen Sie Menschen, die rhetorisch Nieten sind, gleich am ersten Satz, oder braucht es dafür Zeit?"

"Um ehrlich zu sein, frage ich mich so gut wie nie, ob jemand rhetorisch eine Niete ist. Die Kunst meiner Zunft besteht doch vielmehr darin, zu schauen, was ein Mensch (rhetorisch) gut macht und diese Stärken herauszukitzeln und noch mehr nutzbar zu machen. Das wäre die professionelle Sicht …"

 

"Wenn ich meine Zuhörer von Anfang an fesseln möchte, was sollte ich mir dann auf jeden Fall verkneifen?"

"Vielleicht muss es nicht allzu konventionell sein. Alles, was wir schon 100-mal gehört haben, ist dicht dran an konventionell und damit auch an langweilig. Opener wie zum Beispiel „Vielen Dank, dass Sie so zahlreich erschienen sind“ oder „Ich möchte jetzt anfangen“ oder gegen das Mikrofon klopfend „Kann man mich überall gut verstehen?“ sind nicht sehr brauchbar. Ich bezeichne das gern auch als „aktive Zuhörer-Sterbehilfe“. Nicht falsch verstehen: Sie dürfen (und müssen manchmal) begrüßen, Ihren Namen nennen et cetera. Aber das muss nicht gleich ganz am Anfang sein. Da bietet sich manchmal ein bildhafter Einstieg (Story, Analogie,  …) eher an. Danach kann man ja immer noch Konventionen erfüllen."

 

Das ganze Interview mit René Borbonus lesen Sie in der Dewezet.



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