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Schlauchboot-Firma testet Baumuster

Rettungsinseln plumpsen in die Schleuse

Hameln. Rettungsinseln mitten in der Hamelner Schleuse? Dies kommt immer mal wieder vor. Diesmal hat die Deutsche Schlauchboot GmbH aus Eschershausen ein neues Baumuster getestet. Bei der sogenannten „Fallprüfung“ wurden Rettungssysteme aus 12 Metern Höhe aufs Wasser fallen gelassen.

veröffentlicht am 20.04.2016 um 18:05 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:46 Uhr

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Autor:

von andrea tiedemann
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Hameln. Wer gestern an der Schleuse spazieren ging, musste aufpassen, nicht nass zu werden. Denn wer Glück hatte, konnte zusehen, wie Rettungsinseln in die Schleuse fallen gelassen wurden. Von einem Kran aus. Doch warum? Die Deutsche Schlauchboot GmbH (DSB) in Eschershausen, die seit einigen Jahren zur britischen Survitec Group gehört, hat Rettungsinseln getestet. Denn was später einmal im Notfall auf hoher See Leben retten soll, muss vorher offiziell abgenommen werden.

„Das kommt ein paar Mal im Jahr vor“, sagt Bernhard Nitsche vom Außenbezirk Hameln des Wasser- und Schifffahrtsamts. Das Unternehmen frage ab und zu mal an, ob dies möglich sei. In „betriebsarmen Zeiten“ könne man dies dann organisieren, so Nitsche. Zwei Inseln seien es am Mittwoch gewesen.

Die Abwurf- oder auch Fallprüfung simuliere den Einsatzfall, erklärt Uwe Leitloff, technischer Leiter bei der DSB. Getestet werden soll, ob die Rettungsinseln einen Aufprall aus großer Höhe überstehen. In diesem Fall wurden die Rettungssysteme aus 12 Metern Höhe fallen gelassen. Andere Prüfungen gingen aber auch deutlich höher, so Leitloff. Dann muss das Rettungssystem eine gewisse Weile im Wasser bleiben und sich von allein einsatzfähig machen. Am Ende soll eine viereckige Rettungsinsel im Wasser liegen. Im Ernstfall würden dann viele Menschen darauf Platz finden – sie sind international auf jedem größeren Schiff vorgeschrieben. Werden also auch Statisten für die Prüfung gebraucht, die die Rettungsinsel dann stürmen? Nein, sagt Leitloff und lacht, soweit geht der Ernstfall-Test dann doch nicht. In Hameln mit dabei war heute ein Prüfer aus Hamburg – denn nur spezielle Institutionen, sogenannte „notified bodies“ (benannte Stellen), dürften über die Zulassung des Produktes entscheiden. Ist der Test bestanden, darf das Unternehmen das Rettungssystem als Baumuster benutzen und danach produzieren. Wann immer also etwas verändert wird, muss wieder neu geprüft werden – diesmal wurde etwas and er Containerschale geändert, verrät Leitloff. Nicht immer eignet sich allerdings die Hamelner Schleuse für die Prüfung – „wir sind auch mal an der Küste“.

Die Deutsche Schlauchboot GmbH ist Teil der britischen Survitec Group. Etwa 100 Mitarbeiter arbeiten am Standort in Eschershausen, der Mutterkonzern beschäftigt rund 2000 Mitarbeiter.



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