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Brandschutz bei Feuerwehren unzureichend

Retter sollen keine Opfer werden

HAMELN. Die Retter sollen nicht zu Opfern werden. Doch wenn die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehren mehrerer Hamelner Ortsteile in ihren Schulungsräumen sitzen, dann sind sie nur unzureichend gesichert. Es fehlt im Brandfall am zweiten Rettungsweg. Zu dieser Einschätzung kam nun die Zentrale Gebäudewirtschaft der Stadt Hameln im Hinblick auf mehrere Feuerwehrhäuser.

veröffentlicht am 29.08.2017 um 20:36 Uhr
aktualisiert am 01.09.2017 um 17:45 Uhr

Das Feuerwehrgerätehaus in Tündern ist von den bevorstehenden Sofortmaßnahmen für den Brandschutz nicht mehr betroffen. Dort steht ohnehin ein Neubau an. Doch der Brandschutz in sechs anderen Feuerwehrhäusern ist nicht gewährleistet. Dafür sollen nun
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Damit kommen zusätzliche Kosten in Höhe von etwa 260 000 Euro auf die Stadt zu, wie Sonja Fricke, Leiterin der Zentrale Gebäudewirtschaft, in der Sitzung des Ausschusses für Recht und Sicherheit am Dienstag vorrechnete.

Betroffen sind die Feuerwehrgerätehäuser von Halvestorf, Haverbeck, Hilligsfeld, Holtensen, Rohrsen und Unsen. Ab sofort können die Schulungsräume in den Obergeschossen dieser Gebäude entweder gar nicht mehr oder nur noch eingeschränkt genutzt werden. Zu diesem Ergebnis kam die Zentrale Gebäudewirtschaft im Verbund mit den jeweiligen Ortsbrandmeistern. Untermauert worden sei diese Feststellung durch entsprechende Rettungsübungen, die im Zuge der Untersuchungen durchgeführt worden seien. Unterschiedliche „Sofortmaßnahmen“ sollen dafür Sorge tragen, dass die Schulungsräume möglichst bald wieder vollumfänglich genutzt werden können.

So ist für das Feuerwehrhaus in Halvestorf eine Fluchttür geplant. In Haverbeck lässt sich die Sicherheitslücke wohl durch einen Wanddurchbruch in Richtung Nachbargrundstück schließen. In Holtensen sollen die Gaube erweitert und eine seitliche Fluchttreppe errichtet werden. Am Feuerwehrhaus in Rohrsen soll eine Gaube angelegt sowie eine Fluchtkonstruktion angebaut werden, möglicherweise als Gerüst, um Kosten zu sparen, da langfristig ohnehin ein Neubau vorgesehen ist. In Unsen soll ebenfalls eine den Brandschutzvorschriften entsprechende Gaube für mehr Sicherheit sorgen. Die Schulungsräume dieser Gebäude dürfen derzeit nur von maximal zehn Personen genutzt werden.

Das Feuerwehrhaus in Hilligsfeld ist das einzige Gebäude, für das die Nutzung komplett untersagt worden ist. Denn dort fehlt es nicht nur an einem zweiten Rettungsweg, auch die Fenster sind für etwaige Rettungsmaßnahmen zu klein. Dort sollen eine Gaube und ein seitlicher Treppenaufgang an der Außenwand die nötige Abhilfe leisten. Betroffen ist auch das angrenzende Dorfgemeinschaftshaus. Dort soll ein sogenanntes Fluchttreppenturmgerüst aufgebaut werden. Bis dahin ist die Nutzung des Obergeschosses untersagt.

Durch diese Maßnahen würde sich die bisherige Reihenfolge der Sanierung der Feuerwehrhäuser verschieben. Besagte Sofortmaßnahmen gehen laut Verwaltung vor, damit der Schulungsbetrieb ungehindert weitergehen kann und die Sicherheit gewährleistet ist. Dafür sollen nun 260 000 Euro in den Nachtragshaushalt gestellt werden. Der Ausschuss für Recht und Sicherheit sprach sich gestern einstimmig dafür aus.



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