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Sonderausstellungen locken so viele Besucher wie noch nie

Rekordjahr im Museum Hameln

HAMELN. 2011 eröffnete das Museum Hameln nach einer langen Umbauphase neu. Seitdem geht es stetig bergauf: Im vergangenen Jahr verzeichnete das Museum sogar so viele Besucher wie noch nie seit der Wiedereröffnung – die Sonderausstellung „Ratten!“ bescherte dem Hamelner Haus bundesweite Aufmerksamkeit.

veröffentlicht am 19.02.2018 um 16:21 Uhr
aktualisiert am 19.02.2018 um 17:00 Uhr

Die „Ratten!“ bescheren dem Museum Hameln bundesweite Aufmerksamkeit und Besucher aus ganz Deutschland. Foto: michaelbogumil.com

Normalerweise sind Ratten in geschlossenen Räumen ja eher ein Grund zum Davonlaufen – dem Museum Hameln bescherten die Nager im vergangenen Jahr aber so viele Besucher wie noch nie seit der Wiedereröffnung im Jahr 2011: Knapp 27 000 Menschen nahmen im vergangenen Jahr die zahlreichen Angebote des Museums wahr. „Das entspricht einem Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, berichtet Museumsleiter Stefan Daberkow – und dabei hatte das Museum bereits 2016 seine Besucherzahl von 19 000 auf 23 000 steigern können.

Nach der Jubiläumsausstellung zur „Sagenwelt der Brüder Grimm“ habe vor allem die Sonderausstellung „Ratten!“ dem Museum bundesweite Aufmerksamkeit und zahlreiche Besucher gebracht. Allein der erste Monat nach Ausstellungseröffnung sei der besucherstärkste überhaupt seit 2011 gewesen.

„Dieses äußerst erfreuliche Jahresergebnis ist allerdings nicht nur auf Besuche der Sonderausstellungen zurückzuführen, denn auch in anderen Bereichen verzeichnen wir Zuwächse“, erklärt Daberkow weiter. So sei auch die Zahl der Kindergeburtstage um 31 Prozent gestiegen: 63 Kinder haben im vergangenen Jahr ihren Geburtstag im Museum gefeiert. Die Zahl der Führungen für Erwachsene sei sogar um 50 Prozent gestiegen.

Zum Erfolg des Museums hätten zudem die Angebote der Museumspädagoginnen Iris Stumpe, Andrea Beißner und Franziska Tinnefeld beigetragen: Seit Frühjahr 2015 touren diese mit „Museumskoffern“ durch das Weserbergland, besuchen Kindergärten und Seniorenheime, holen ein Stück Hamelner Museum aus den Museumsmauern heraus und bringen es zu den Menschen. Auch die auf diesem Wege erreichten Personen finden sich in der Statistik wieder.

Und wie geht es jetzt weiter nach dem Rekordjahr? Wegen des großen Erfolgs wird die Sonderausstellung „Ratten!“, ursprünglich bis April angesetzt, noch bis zum 26. August verlängert. „Mit der Verlängerung über die Sommerferien tragen wir dem großen Medienecho und Besucherinteresse Rechnung“, so der Museumsleiter. „Die Kombination von Rattenfängersage und lebenden Ratten ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal für uns. Die Ausstellung wirkt sehr profilbildend für das Museum.“

Ab Herbst wird die Ausstellungsfläche dann zu einem ganz anderen Thema umgestaltet. „Die 70er Jahre“ ist der Arbeitstitel einer Foto-Ausstellung, mit der das Museum ein Stück Alltagsgeschichte aufleben lässt. Die Fotos stammen aus dem Nachlass des früheren Dewezet-Fotografen Rudi Günther. Ab dem 27. Februar wird die Kabinett-Ausstellung „Rudolf Riege – Der vergessene Bauhaus-Schüler“ das Bild des Hamelner Künstlers um eine weitgehend unbekannte Facette erweitern: Der vielen eher als „Heimat-Künstler“ bekannte Riege gehörte in seiner Studienzeit 1919/20 zu den ersten Schülern des Bauhauses. Kern der Ausstellung sind vier bisher unbekannte Gemälde, die sich erst seit kurzem im Besitz des Museums befinden.red/ww

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