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Aids-Aktivist Burkhard Hildebrandt plant fünfmonatige Tour / Benefizkonzert soll aufmerksam machen

„Reise der Hoffnung“ von Afrika nach Hameln

Hameln/Aerzen (boh). Eine Sache macht den HIV-Aktivisten Burkhard Hildebrandt richtig wütend: In Afrika existiert seit einigen Jahren der Aberglaube, dass positiv getestete Männer nur mit einem unberührten Mädchen verkehren müssten, um von ihrer Krankheit geheilt zu werden. „Die Zahl der Vergewaltigungen und Neuansteckungen bei jungen Mädchen ist deshalb in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen“, so der Aerzener entsetzt. Hier sieht er einen Ansatz für eine fünfmonatige Reise von Kapstadt nach Hameln, die der Aerzener mit seinem Oldtimer-Fiat Ende Juni starten wird.

veröffentlicht am 20.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 18:41 Uhr

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Dazu wird die 23 PS starke gelbe „Knutschkugel“, die inzwischen so etwas wie Hildebrandts Markenzeichen geworden ist, Anfang Juni nach Südafrika verschifft. Von dort tritt er die Rückreise ins Weserbergland an. Geplant ist, dass er pünktlich zum Welt-Aids-Tag in Hameln ankommen wird, um abschließend mit dem Auto zur Aids-Gala nach Berlin zu reisen. „Ich werde in den verschiedensten Ländern Vorträge halten und besonders auf diesen unglaublichen Aberglauben eingehen“, betont er.

Unterstützung findet der Aktivist bei Organisationen wie „Ärzte ohne Grenzen“, den „Flying Doctors“, verschiedenen Entwicklungshilfeprojekten, amnesty international und dem Roten Kreuz. Außerdem will er einheimische Selbsthilfegruppen besuchen. „Das wird nicht immer einfach sein“, weiß er aus den Reiseerfahrungen der letzten Jahre. Nach wie vor sei Aids in Afrika ein großes Tabuthema. Dabei belegt in der epidemiologischen Erhebung der Weltgesundheitsorganisation der Kontinent bei der Zahl der registrierten Aids-Fälle und der jährlichen Neuinfektionen vordere Plätze. „Prävention ist in einzelnen Ländern Afrikas kaum vorhanden“, sagt Hildebrand. Stattdessen würden Menschen wegen der Krankheit diskriminiert und gesellschaftlich geächtet. „Safer Sex“ und die Nutzung von Kondomen würden als Empfehlung nur in den wenigsten Ländern propagiert. Aus Erfahrung weiß Hildebrandt, dass aber nur ein offener Umgang mit der Krankheit potenziell Gefährdete schützen kann. Anfang der 90er Jahre war auch bei ihm die Immunschwäche diagnostiziert worden. Auch er versteckte sich zunächst und ließ nicht einmal sein engstes Umfeld wissen, wie es um ihn steht. Erst der offene Umgang mit seiner Infektion gab ihm den Mut, seine Erfahrungen an andere weiterzugeben.

Als besonderen Schwerpunkt seiner „Reise der Hoffnung“ will Hildebrandt in den einzelnen Ländern gezielt das Gespräch mit Jugendlichen suchen. Um vorab auf die geplante Reise aufmerksam zu machen, gibt es am 14. April in der neuen Hamelner Arena von „Honig Baustoffe“ in der Georg-Wessel-Straße ein Benefizkonzert. „Diese Projekt wird von Round Table unterstützt“, sagt er. Und um das Konzert zu einem Highlight zu machen, tritt Deutschlands beste Queen-Cover-Band „MerQury“ auf. Musikalisch unterstützt wird der Abend außerdem durch die Rock-Band „88 Miles“ sowie Ralph Maten. Einlass ist um 19 Uhr, das Konzert beginnt um 20 Uhr. Karten gibt es im Dewezet-Ticketshop.

Rührt für seine Afrika-Tour in Hameln die Webetrommel: Aids-Aktivist Burkhard Hildebrandt und seine „Knutschkugel.“

Foto: boh



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