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Mit neuen Radwegen können auch erhoffte Querungshilfen kommen

Reif für die Insel?

Sünteltal. Wie kann der Verkehr gebremst werden? Diese Frage beschäftigt den Ortsrat Sünteltal mit den Ortschaften Holtensen, Unsen und Welliehausen seit Jahren. Mühsam konnten einzelne Maßnahmen bislang umgesetzt werden. Insbesondere bei der Einrichtung von Verkehrsinseln, um die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer an den Ortseingängen von Unsen zu drosseln, tun sich die zuständigen Behörden aber offensichtlich schwer. Nun könnten Radwege, die möglicherweise entlang der L 423 entstehen sollen, die Sache voranbringen.

veröffentlicht am 04.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 16:21 Uhr

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Autor:

Friedrich-Wilhelm Thies
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Ortsbügermeisterin Bettina Schulze (SPD) berichtete, dass zwei Anträge für Verkehrsinseln zur Verkehrsberuhigung an der L 423 auf der Pötzer Straße und an der K 2 (Straße Ortsfeld) derzeit zur rechtlichen Beurteilung bei der Kreisverwaltung liegen. „Wir müssen diese Entscheidung zunächst abwarten“, so Schulze. Alle weiteren Entscheidungen dazu einschließlich der für die nötigen Mittel seien aber schon getroffen worden. Die Ortsbürgermeisterin hat von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Niedersachsen, Geschäftsbereich Hameln, erfahren, dass die Behörde damit beauftragt ist, Planungen für Radwege entlang der L 423 einzuleiten, da es dazu derzeit ein Förderprogramm der Landesregierung gibt.

„Es hat sogar schon einen ersten Ortstermin gegeben. Leider ohne den Ortsrat zu informieren“, erklärte Bettina Schulze. So soll ein Radweg von Unsen in Richtung Pötzen/Welliehausen entstehen, und zwar von Unsen kommend auf der südlichen Seite der Landesstraße. Und dann kann die geplante Verkehrsinsel im Bereich der Zufahrt zum Schwimmbad und der Feuerwehr in Unsen (Pötzer Straße) gleich als Querungshilfe für die Radfahrer genutzt werden, hatte Uta Weiner-Kohl von der Landesbehörde mitgeteilt. Ähnlich sieht es am Ortsausgang von Unsen Richtung Hasperde aus. Auch dort soll zumindest bis zur Abzweigung nach Flegessen ein Radweg entstehen. Und wieder müsste eine Querungshilfe, also eine Verkehrsinsel, die den Verkehr auch abbremst, am Ortsende in der Flegesser Straße gebaut werden. Die Ortsbürgermeisterin meint: „Damit sind unsere Hoffnungen, dass dort Inseln entstehen, ja gewachsen. Allerdings wird wohl bis zum möglichen Bau der Radwege noch geraume Zeit ins Land gehen.“ Dr. Hermann Niederhut merkte vor dem Hintergrund, dass der Ortsrat seit langem diese Inseln an den Ortseingängen forderte, aber auch auf Ablehnung bei den Genehmigungsbehörden gestoßen ist, an: „Auf einmal geht, was vorher nie gegangen ist.“

Dabei sieht sich der Ortsrat mit seinen Forderungen zur Verkehrsberuhigung durch die Insel bestärkt durch Verkehrsüberwachungsmaßnahmen, die in jüngster Zeit in Unsen durchgeführt wurden. Dazu erklärte Schulze, dass im März in Abständen von vier Tagen an der L 423 Messungen an den Ortsein- und -ausgängen stattgefunden haben. Beide Male fuhren rund 300 Fahrzeuge durch die Messstellen. „Beim ersten Mal waren 95 Fahrzeuge zu schnell unterwegs, also fast ein Drittel. Am zweiten Tag waren es sogar 149, also die Hälfte, die mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs waren“, zitierte Schulze aus einem Schreiben der Straßenverkehrsbehörde. Die meisten Geschwindigkeitsüberschreitungen lagen dabei zwischen 11 und 12 Stundenkilometern. Spitzenreiter war ein Fahrer, der mit 88 km/h gemessen wurde.



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