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Wildtier bringt Autofahrer in Gefahr / Polizisten und Freiwillige fangen es am Hammelstein ein

Reh in Not – Jungbock irrt durch Wohngebiet

Hameln (ube). Ein Reh hat am Sonnabend stundenlang die Polizei in Atem gehalten. Offenbar völlig orientierungslos und in Panik war das Jungtier mehrfach auf viel befahrene Straßen gelaufen und hatte dort Autofahrer in Gefahr gebracht. Zunächst wurde der nach Angaben eines Jägers knapp einjährige Jungbock auf der Bundesstraße 217 gesichtet. Nur wenig später irrte er aufgeregt auf der Basbergstraße umher.

veröffentlicht am 26.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 01:21 Uhr

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Um 12.30 Uhr schickte die Leitstelle der Polizeiinspektion Hameln mehrere Streifenwagen ins Basbergviertel. Die Fahnder hielten Ausschau nach dem Bock – sie entdeckten ihn schließlich am Hammelstein. Es gelang ihnen, das Tier auf einen Spielplatz zu treiben und dort zu umstellen. Doch: Wie fängt man ein kopfloses Wildtier ein? Jagdpächter Reinhard Plener wurde um Unterstützung gebeten. Der 59-Jährige riet: „Das Reh vorsichtig in die Enge treiben, ihm dann eine Decke über den Kopf werfen und beherzt zupacken.“

Bevor es dazu kam, büxte das Reh aus und sprang – verfolgt von Polizisten in Uniform – von Garten zu Garten. Einige Bewohner, die gerade Bratwürste grillten oder sich sonnten, trauten ihren Augen kaum.

An einem Maschendrahtzaun war dann die wilde Verfolgungsjagd zu Ende. Während Polizisten das Reh einkesselten, griffen die Anwohner Mirko Gruci (35) und Michael Gross (29) zu. Das verängstigte Tier wurde in den Kombi des Jägers geladen und von den Helfern gestreichelt.

„Wir haben das Reh im Wald oberhalb vom Einsiedlerbach ausgesetzt“, sagte Jäger Plener. Der Fachmann glaubt, dass sich der Jungbock auf der Suche nach einem eigenen Revier verlaufen hat. „Die Alttiere nehmen jetzt ihre angestammten Reviere ein“, sagte Plener. „Da werden die Jungen vertrieben.“

In Panik war das Reh durch Gärten und über Straßen geflitzt. Polizisten und Freiwillige wie Mirko Gruci und Michael Gross (kleines Bild) fingen es am Hammelstein ein.

Fotos: ube



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