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„Keine akute Gefährdung“ / Wohnung muss saniert werden

Rattenfängerhaus: Experten geben Entwarnung für Lokal

Hameln (CK). Aufatmen beim Pächterehepaar Christina Hartlieb-Fricke und Karl-Heinz Fricke: Nachdem gestern Dr. Ingrid Woltemate-Könnecke und Heino Könnecke (Ingenieurgesellschaft für Umweltberatung Garbsen) gemeinsam mit Vertretern der Stadt Hameln das historische Rattenfängerhaus bei einer Begehung von oben nach unten unter die Lupe genommen hatten, kann offenbar vorläufige Entwarnung gegeben werden, jedenfalls für das Restaurant im Erdgeschoss: „Es besteht für Gäste und Personal keine akute Gefährdung. Die Räume sind hoch, gut durchlüftet und nicht annähernd vergleichbar mit denen in der darüberliegenden Wohnung, so Dr. Woltemate-Könnecke. „In jeder U-Bahn hat man mehr Belastungen“, ergänzt ihr Ehemann.

veröffentlicht am 28.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 06:21 Uhr

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Auch Baudezernent Eckhard Koss wirkte sichtlich erleichtert. Erleichtert, dass Gäste, wie die Experten aus Garbsen versichern, sich weiterhin ohne Bedenken in dem Lokal aufhalten können. „Uns als Stadt liegt sehr daran, dass dieses traditionsreiche Haus weiterhin genutzt werden kann und dass die Familie Fricke möglichst keinen wirtschaftlichen Schaden davonträgt“, so der Erste Stadtrat.

Gleichwohl muss im Gebäude dringend saniert werden, wollen die Frickes auf Dauer dort wohnen, ohne Gesundheitsschäden davonzutragen. Denn die aus alten Holzschutzmitteln stammenden Werte von (inzwischen längst verbotenem) PCP und Lindan sind in der im oberen Teil des Gebäudes liegenden Wohnung erheblich. „Wir brauchen erst noch ein umfassenderes Gutachten für das gesamte Haus, und zwar kurzfristig“, so Koss, der bereits in der kommenden Woche den Auftrag dafür erteilen will.

Ende Februar, Anfang März soll diese Expertise nach den Worten von Könnecke vorliegen und Grundlage sein für eine endgültige Entscheidung über die weitere Vorgehensweise. „Wir nehmen die Sache sehr ernst“, versichert Koss und verspricht, jeden Schritt einer Sanierung dieser stadteigenen Immobilie mit der Pächterfamilie – Fricke bewirtschaftet das Haus bereits seit 1966 – abzusprechen.

Die Sanierung der Wohnung, bei der nach den Worten von Wolfgang Kaiser, Fachbereichsleiter Planen und Bauen bei der Stadt Hameln, auch ein Umweltmediziner hinzugezogen werden soll, soll auf jeden Fall „so schnell wie möglich“ in Angriff genommen werden, beauftragen will die Stadt damit eine zugelassene Fachfirma aus Salzgitter, die über langjährige Erfahrungen mit der Sanierung solcher Gebäude verfügt.

Sowohl Koss als auch die Ingenieure aus Garbsen glauben übrigens, dass die Familie während der Dauer der Arbeiten nicht umziehen muss, sondern in den Räumen bleiben kann. „Wir versuchen, die Kontamination rauszukriegen, und die wird mit jedem Arbeitsschritt ja weniger“, sagt Könnecke, der als Ziel angibt: „Wir versuchen, Gesundheit und Denkmalschutz in Einklang zu bringen.“ Bei den anstehenden Arbeiten soll abschnittsweise von oben nach unten vorgegangen werden, wobei die Garbsener davon ausgehen, dass das Restaurant während der gesamten Zeit benutzbar sein wird.



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