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Politik reicht Antrag bei Verwaltung ein

Rattenfänger als Ampelmännchen auf dem Weg

HAMELN. Die Ampelmännchen sollen durch die Silhouette des Rattenfängers ersetzt werden. So wollen es zumindest die Ratsfraktion CDU/DU/UFB und die parteilose Ratsfrau Julia Maulhardt. Deshalb haben sie jetzt einen entsprechenden Antrag bei der Stadtverwaltung eingereicht. Unklar ist, welche Ampelanlage umgerüstet werden könnte.

veröffentlicht am 01.11.2017 um 15:46 Uhr
aktualisiert am 01.11.2017 um 17:11 Uhr

So oder so ähnlich könnte die Rattenfängerampel aussehen, die sich einige Ratspolitiker wünschen. Foto/Montage: Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Es stünde der „Touristenstadt Hameln gut zu Gesicht, auch die weltberühmte Rattenfängersage mit einer Darstellung als ,Rattenfängerampel‘ zu würdigen“, heißt es in der Begründung des Antrags. Schließlich gebe es am Berliner Platz ja auch ein DDR-Ampelmännchen, das die deutsche Wiedervereinigung symbolisiere. Darüber hinaus verweisen der CDU/DU/UFB-Fraktionsvorsitzende Thomas Meyer-Hermann, Ratsherr Gerhard Paschwitz (CDU) und die parteilose Julia Maulhardt zur Unterstützung ihres Antrags auf Beispiele anderer Städte. Demnach hätten Mainz, Augsburg und andere Städte „bereits vor geraumer Zeit an geeigneten“ Plätzen die Ampelmännchen durch Markenzeichen wie dem Mainzelmännchen oder dem Kasperl aus der Puppenkiste ersetzt. Sowohl die Verkehrswacht Hameln e.V. als auch die Hamelner Marketing und Tourismus (HMT) würden die Idee unterstützen.

Dem Antrag von Maulhardt und CDU/DU/UFB zufolge soll die Verwaltung „die verkehrsrechtlichen Voraussetzungen und die Kosten der Maßnahme“ ermitteln. Sponsoren für die damit verbundenen Bauarbeiten und -materialien gebe es bereits. Anschließend solle die Stadt „an einem dafür geeigneten Standort“ die Rattenfängersymbole installieren.

Tatsächlich hat Ratsfrau Julia Maulhardt die Idee schon einmal ins Spiel gebracht. Im Sommer hatte sie in der Gesellschafterversammlung der HMT den Vorschlag erstmals unterbreitet. Harald Wanger, Geschäftsführer der HMT, signalisierte damals Offenheit, bezeichnete die Idee als „ausgesprochen witzig“ (wir berichteten). Damals war für das Projekt die Ampel am Rathaus im Gespräch.

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Auch bei den Hamelner Bürgern kam die Idee an. Die Dewezet startete damals eine Umfrage. Dabei waren 83,3 Prozent der Teilnehmer der Auffassung, ja, Hameln braucht so ein Ampelmännchen, 8,3 Prozent hielten den Vorschlag für vollkommenen Quatsch, weitere 8,4 Prozent war es gleichgültig.

Über den Antrag wird im Umweltausschuss am Mittwoch, 8. November, beraten.

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