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Heftige Debatte zwischen oppositionellen Befürwortern und der Mehrheitsgruppe

Rat lehnt eine Partnerschaft mit Brjansk ab

Hameln (HW). Die vorhandenen Kontakte und Beziehungen zwischen Hameln und Brjansk werden zwar einstimmig begrüßt, doch eine offizielle Partnerschaft mit der russischen Stadt will der Hamelner Rat nicht eingehen. Zurzeit. Und nicht zuletzt an diesem Wort, das kurzfristig in die Verwaltungsvorlage redigiert und von CDU-Fraktionschef Claudio Griese als „Weichspüler“ bezeichnet worden ist, entzündete sich gestern im Weserbergland-Zentrum eine mehr als einstündige, emotionsgeladene Diskussion zwischen der aus CDU und Bürgerliste bestehenden Opposition auf der einen sowie SPD, FDP und Grünen auf der anderen Seite. Für die Mehrheitsgruppe hatte Volker Brockmann zwar betont, dass die Kontakte zwar weitergeführt werden sollten, eine offizielle Partnerschaft jedoch auch auf wirtschaftliche Kontakte und Fördermaßnahmen abziele. „Aber die diesbezüglichen Ansprüche von einer Region, die zehnmal größer ist als Hameln, lassen sich nicht erfüllen. Wenigstens zurzeit nicht“, begründete der Sozialdemokrat und erhielt Unterstützung von Wolfgang Meier (Grüne): „Das Feuer der Begeisterung ist weder im Rat noch in der Verwaltung entfacht worden“. Und Grünen-Fraktionschefin Ursula Wehrmann ergänzte: „Wir haben den Haushalt zu konsolidieren und können nicht in weitere freiwillige Leistungen eintreten“.

veröffentlicht am 03.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 19:21 Uhr

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Rolf Bremeyer bezeichnete die Diskussion als „nicht redlich“, die Vorlage als „nichtssagend“ und warf der Mehrheitsgruppe vor: „Dann hätten Sie sagen sollen, die Oberbürgermeisterin will nicht. Das wäre aufrichtig gewesen“. Diese Aussage des Christdemokraten allerdings brachte Susanne Lippmann in Rage. Die Verwaltungschefin bezeichnete die Ausführungen Bremeyers als „dummes Zeug“ und betonte: „Für eine offizielle Partnerschaft mit Brjansk war keine Mehrheit zu finden“. Gleichzeitig rügte sie den Stil dieser „öffentlich geführten Diskussion“, weil er das Engagement des Hamelner Vereins „Kinder für Brjansk“ schädige und merkte an: „So etwas habe ich in ganz Niedersachsen noch nicht erlebt“. Mit 22 Ja- und 15 Neinstimmen entschied sich der Rat schließlich gegen eine offizielle Partnerschaft.



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