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Verwaltung soll alle erforderlichen Maßnahmen einleiten / Ressourcen schonende Bauweise gewünscht

Rat gibt grünes Licht für neue Sporthalle Nord

Hameln (HW). Auf dem Gelände der bisherigen Sporthalle Nord soll eine Dreifeldhalle mit 199 Zuschauerplätzen errichtet werden. Der Rat der Stadt Hameln hat gestern Abend während der exakt drei Stunden und zwei Minuten dauernden Sitzung im Spiegelsaal der Rattenfänger-Halle grünes Licht für einen Neubau gegeben und die Verwaltung beauftragt, alle erforderlichen Maßnahmen einzuleiten. Nur nach welchen Kriterien das neue Gebäude errichtet wird, ist noch nicht entschieden, denn verabschiedet wurden auch weitergehende Prüfaufträge von CDU und SPD. Die Vorschläge der Verwaltung werden seitens der Politik nun in der gemeinsamen Sondersitzung der Ausschüsse für Stadtentwicklung sowie für Schulen, Kindertagesstätten und Sport am 2. Juli erwartet.

veröffentlicht am 21.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 03:41 Uhr

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„Auch wenn die Mehrheitsgruppe zustimmen wird, muss uns eines klar sein: Der ganz große Wurf ist die vorgeschlagene Lösung nicht. Und zwar weder aus Sicht der Schulen, noch aus Sicht der Vereine“, sagte Daniel Schimanski für CDU, Grüne und Unabhängige und fügte hinzu: „Andererseits wissen wir auch um die Verantwortung, die wir für diese Stadt und deren Finanzen haben.“ Der Christdemokrat betonte, dass die Entscheidung für eine neue Sporthalle Nord auch mit einem Bekenntnis für die übrigen Sportanlagen der Rattenfängerstadt verbunden sei. „Sollten also bauliche Anpassungen für den Spielbetrieb der Handballabteilung des VfL in der Sporthalle Afferde erforderlich sein, sollten diese aus unserer Sicht auch erfolgen“, forderte Schimanski als stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion.

Die Kostenrechnung der Verwaltung – etwa 3,8 Millionen Euro zuzüglich rund 680 000 Euro für eine Bauweise im Passivhausstandard – schreie nach Einsparungen, meinte Rainer Sagawe (Grüne), und Kurt Meyer-Bergmann (SPD) sagte in Richtung Verwaltung: „Wir erwarten, dass die exakten Bedarfszahlen jetzt ermittelt werden.“ Dabei gelte es zu berücksichtigen, dass es in Hameln unterschiedliche Ganztagsschulen mit unterschiedlichen Ansprüchen gebe. „Wir haben festgestellt, dass Schwimmunterricht nicht im erforderlichen Maße erteilt wird“, sagte der Sozialdemokrat und begründete, weshalb sich der Prüfauftrag seiner Fraktion auch schwerpunktmäßig damit befasse, den Bau eines Sportzentrums in modularer Bauweise und unter Beibehaltung des Sportplatzes mit 400-Meter-Laufbahn zu realisieren. Zudem will die SPD geprüft wissen, ob sich auch eine Zweifach-Sporthalle mit maximal 199 Zuschauerplätzen und eine Gymnastikhalle verwirklichen lasse. Auch die Notwendigkeit des Baus eines Lehrschwimmbeckens als modularer Teil des Sportzentrums Nord oder zusätzlicher Teil des bestehenden Hallenbades solle von der Verwaltung ermittelt werden.

Die Christdemokraten wollen vorrangig die Kosten für eine Bauweise im Passivhausstandard in Erfahrung gebracht wissen. Zudem soll die Verwaltung den Mehraufwand für den Bau von zwei Zweifeld-Sporthallen – eine am Standort der Sporthalle Nord, eine am Standort des Schulzentrums Nord – ermitteln und prüfen, in welcher Höhe der Bau einer Dreifeld-Sporthalle nebst einem zusätzlichen Mehrzeckraum am Standort Sporthalle Nord den Haushalt der Stadt Hameln belasten könnte.

Die marode Sporthalle Nord ist vom Rat gestern zum Abriss freigegeben worden.

Foto: Dana



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