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Neubau ausgeschlossen

Rat entscheidet über „Wienerwald“

HAMELN. Der Hamelner Rat hat sich durchgerungen. Es gibt eine Entscheidung zur Zukunft des ehemaligen Wienerwald-Restaurants: Ein Neubau auf dem Grundstück am Bürgergarten ist nach dem Beschluss vom gestrigen Abend in jedem Fall kein Thema mehr.

veröffentlicht am 21.06.2017 um 21:25 Uhr
aktualisiert am 22.06.2017 um 10:20 Uhr

Bis Ende September läuft die Ausschreibung für das „Wienerwald“-Grundstück. Foto: Dana
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Die Nutzung des bestehenden Gebäudes durch einen potenziellen Interessenten ist hingegen nicht vom Tisch. Die Verwaltung soll laut mehrheitlichem Ratsentscheid nun den Verkauf und die Verpachtung ausschreiben. Dafür hat die Politik aber eine zeitliche Frist gesetzt.

Bis zum 30. September sollen Grundstück und Gebäude nun ausgeschrieben werden. Wenn sich bis dahin laut Beschluss „kein verlässlicher und solventer Investor findet, wird das Gebäude Wienerwald endgültig abgerissen“. In diesem Jahr würden die Abrissbagger bei Investoren-Desinteresse jedoch noch nicht anrücken. Der Rat beschloss gestern, dass die Abrisskosten, wohl rund 80 000 Euro, erst im Haushalt für 2018 veranschlagt werden. Darüber hinaus gibt es ohnehin einen Ratsbeschluss von Anfang dieses Jahres, wonach die Kosten für den Abriss aus dem 2017er Haushalt gestrichen wurden.

Ohne hitzige Debatte – wie gewohnt bei dem umstrittenen Thema Wienerwald – kam die mehrheitliche Entscheidung nun nicht zustande. Knackpunkt war unter anderem eine Tischvorlage der rot-rot-grünen Ratsgruppe und der Fraktion Frischer Wind/Piraten. Sie bestanden auf die Klausel, dass die Ausschreibung der Stadt nur „unter der Voraussetzung des Gebäudeerhalts“ vollzogen wird. Ein Antrag der FDP-Fraktion, die den aktuellen Ratsentscheid auf den Weg brachte, hatte dies nicht zum Inhalt. Demnach sollte die Verwaltung lediglich bis Ende September ausschreiben – egal, ob für Verpachtung und Verkauf des Bestandsgebäudes oder auch für den möglichen Neubau durch einen Investor. Die Vorlage der Gruppe fand mehrheitlich Zustimmung: kein Neubau.

Es hieß, dass sich erst bei einem Gespräch der Fraktionsspitzen im Büro des Oberbürgermeisters in der vergangenen Woche eine konsensfähige Lösung für den Wienerwald anbahnte. Claudio Griese machte seine Position gestern deutlich: „Ich halte es nicht für klug, in ein Verpachtungsmodell einzusteigen, weil wir viel Geld in die Hand nehmen müssten.“

Mein Standpunkt
Lars Lindhorst
Von Lars Lindhorst

Man kann es wohl Durchbruch nennen, was der Oberbürgermeister mit den Politspitzen da ausgehandelt hat. Eine elende Hängepartie neigt sich damit dem Ende zu. Der Abriss erscheint als die wahrscheinlichste Lösung: Denn mit dem klaren Nein zu einem Neubau hat sich die Politik auch weitestgehend die Aussicht auf solvente Investoren verbaut.

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