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Drei Meter hoher Sockel von Reintjes-Schülern hergestellt und aufgebaut

Rätselraten an der Weser: Wozu dient der Betonklotz auf der Insel am Wehr?

Der mit Beton ummantelte Sockel ist fertig: Was aber passiert weiter mit dem drei Meter hohen Klotz? Foto: Dana

veröffentlicht am 12.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 04:21 Uhr

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Hameln (kar). Da steht er – unübersehbar und auf den ersten Blick ziemlich sinnlos: ein grauer Betonklotz am Wehr, der Passanten auf der Weserbrücke Rätsel aufgibt und für Kopfschütteln sorgt. Während die einen spekulieren, dass der knapp drei Meter hohe Koloss irgendetwas mit Weser und Schifffahrt zu tun haben könnte, vermuten andere, dass es sich wohl um eine moderne Skulptur handeln muss. Und liegen damit nicht ganz falsch. Denn: Das Betonbauwerk ist ein Sockel. Und der erste sichtbare Schritt zur Umsetzung eines Projektes, das vor fünf Jahren geboren wurde.

Für diesen Sockel rackern Auszubildende der Eugen-Reintjes-Berufsschule unter Leitung ihres Lehrers Manfred Wehner, stellen Holzverschalung und Stahlbewehrung her. Dann wird das „Gerüst“ für den Betonklotz an die Weser transportiert und dort mit Beton ummantelt. 4,8 Kubikmeter Beton, die Ha-Be und Weser-Frischbeton spenden, werden für den Sockel gebraucht. Schiffe vom Schifffahrtsamt laden den Beton hinter der Wesermühle auf, bringen ihn zur Insel am Wehr. Unermüdlich schaufeln die Schüler den Beton in die Verschalung. Als am Ende dann doch noch der Beton knapp wird, handelt Manfred Wehner, fährt zur Schule, mischt dort Beton an, karrt diesen wieder zur Baustelle. Über die Schleuse schleppen die Schüler die Mischung zum Bauwerk.

Fünf Tag brauchen die Jugentlichen, bis das Werk vollendet ist. Drei Meter hoch ist jetzt der Sockel an seiner höchsten Stelle. 11,2 Tonnen wiegt der Koloss in Kegelform: Am unteren Ende hat er einen Durchmesser von 1,90 Metern, am oberen Ende 90 Zentimeter.

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Ein stabiles Fundament – für die grazile Ratte, die dort ihren Platz finden soll. Denn: Der Betonklotz ist der Sockel für eine Stahlskulptur: für die „tanzende Weserratte“. Sie ist das Ergebnis des Rattenfestivals, das im Jahr 2004 mit bunten Riesennagern für Aufsehen sorgte. Zur Erinnerung: Die auf Privat-Initiative des Vereins Ratten-Festival-Hameln e.V. gestartete Street-Art-Aktion endet damals mit einer öffentlichen Auktion der Plastikratten. Der Erlös fließt in die Finanzierung einer Monumental-Skulptur an der Weser. Elena Glazunova gewinnt mit ihrem Modell der tanzenden Ratte die deutschlandweite Ausschreibung für die Wasserskulptur. Demnächst soll ihre Weserratte den Sockel krönen.



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