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Rätselhafter Todesfall im Heim - Staatsanwalt legt Fall ad acta

veröffentlicht am 14.01.2011 um 23:12 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:36 Uhr

Behnsen

Hameln (ube). Der Fall der durch einen Stich in den Hals gestorbenen Seniorin (79) aus Hameln hat im Oktober vergangenen Jahres für Schlagzeilen gesorgt - nun hat die Staatsanwaltschaft Hannover das Ermittlungsverfahren ad acta gelegt. Das Verfahren wegen Verdachts des Totschlags gegen den Ehemann (84) ist eingestellt worden. Der gebrechliche Rentner, der unter Altersdemenz leidet, hat abgestritten, seine Ehefrau getötet zu haben. Er ist von einem psychiatrischen Gutachter untersucht worden. Ergebnis: Sollte er das Verbrechen begangen haben, dann war er zur Tatzeit nicht schuldfähig. Er könnte also gar nicht bestraft werden. Der 84-Jährige hat laut Staatsanwältin Kathrin Söfker seinerzeit an einer „akuten paranoiden psychotischen Symptomatik“ gelitten. Inzwischen, so der Sachverständige, sei der Wahn abgeklungen. Es gehe nun keine  Aus Sicht von Polizei und Staatsanwaltschaft ist der Todesfall geklärt. „Wir gehen davon aus, dass er (der Tatverdächtige) es war“, sagt Oberstaatsanwältin Irene Silinger auf Nachfrage. Allerdings könne „nicht völlig ausgeschlossen werden, dass sich die Frau selbst verletzt hat“. Das sei zwar aufgrund des Verlaufs des Stichkanals „sehr unwahrscheinlich“, aber eben „auch nicht mit letzter Sicherheit zu verneinen“. Uwe Behnsen, Strafverteidiger des alten Mannes (Foto), sieht das so: "Die Tat kann meinem Mandanten nicht nachgewiesen werden." Er habe weder Blut an seinen Händen noch an seiner Kleidung gehabt, könne sich nicht erklären, was passiert ist. "Er hat als unschuldig zu gelten."



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