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Politiker ziehen bei Podiumsdiskussion höheren Etat in Erwägung

Radfahrern soll Zukunft gehören

Hameln (git). 2050 soll es laut der EU in europäischen Städten keine Pkw mit konventionell betriebenem Kraftstoff mehr geben. Den Autofahrern geht es für den Klimaschutz also langfristig an den Kragen. Für den Hamelner Bürger hieße das konkret: Zu Fuß, mit dem Elektroauto, den Öffis oder vor allem dem Fahrrad zur CO2-Reduzierung beizutragen. Die Stadt Hameln und auch der Landkreis sollten deshalb gerade beim Thema Fahrradverkehr ihre Hausaufgaben zügig erledigen. Das forderten BUND, ADFC und Weli (Weserbergland-Liegeradfahrer) bei einer öffentlichen Podiumsdiskussion von den im Rat der Stadt vertretenen Parteien.

veröffentlicht am 01.09.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 02:41 Uhr

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Mit „Bypad“, einer Qualitätsanalyse des aktuellen Radverkehrs in Hameln, dem daraus gefolgten Handlungskonzept und der Zielsetzung, den Verkehrsentwicklungsplan von 1994 unter dem Leitmotiv „Fahrradfreundliche Stadt Hameln“ im Rahmen des Teilkonzeptes zum Klimaschutz fortzuschreiben, seien die ersten Weichen erfolgreich gestellt worden. Momentan mangele es jedoch noch an der konkreten Umsetzung der vielen praktischen Ideen. Schuld daran sei nicht zuletzt die Politik als Geldgeber. Bisher seien sich Politik und Verwaltung über den genauen Stellenwert der Radverkehrsförderung in Hameln, eher uneinig gewesen.

Der verbandsübergreifende Zusammenschluss der heimischen Fahrradlobbyisten „Pro Rad“ wollte die politische Bewertung zur aktuellen Lage des Fahrradverkehrs darum genau wissen. Erschienen waren Kirsten Marten (SPD), Jürgen Mackenthun (Grüne/B90), Rüdiger Zemlin (FDP), Jürgen Paschwitz (CDU) und etwa 20 Gäste. Carsten Ott (Radio Aktiv) übernahm die Moderation im Radio-Aktiv-Pavillon. Von Positiv-Beispielen einer funktionierenden Radverkehrspolitik berichtete der ADFC-Ehrenvorsitzende und Lehrter Kommunalpolitiker Peter Hofmann. Zuvor grenzte Horst Maler vom ADFC-Kreisverband Hameln-Pyrmont die Diskussionsrunde auf das Thema Alltagsradler ein, es ginge nicht um den touristischen Radverkehr.

Marten zeigte sich erschüttert vom Ergebnis des „Bypad“-Verfahrens. Im Handlungskonzept seien aber viele kluge Vorschläge, lobte sie und schlug vor, die vielen Gebotsschilder für Radfahrer einer Prüfung zu unterziehen. Radfahrer seien gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer. „Hameln ist bereits fahrradfreundlich, es muss aber noch vieles verbessert werden,“ urteilte Paschwitz. Viele Umsetzungen haperten an den finanziellen Mitteln. „Wir haben Gelder bisher nur zielgerichtet eingesetzt“, gab er zu. Auch Zemlin hält Hameln für fahrradfreundlich, es sei aber politischer Wille, noch fahrradfreundlicher zu werden. Er vermisse jedoch eine Gesamtstrategie, damit jeder Einzelne motiviert werden könne, aufs Fahrrad umzusteigen. Mackenthun machte sich für eine stetige Begleitkommission zum Thema Radverkehr stark.

Eine konkrete Antwort auf die Frage: „Gibt Hameln zu wenig Geld für den Radverkehr aus?“ wurde bei der Diskussionsrunde nicht gegeben. Deutlich wurde aber, dass die für den Fahrradverkehr bereitgestellten Haushaltsmittel von jährlich 77 000 Euro in Zukunft verdoppelt werden sollten.

Politiker-Talk bei Radio Aktiv über Hameln als fahrradfreundliche Stadt.

Foto: git



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