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Fahrradbeauftragter: „Spannender Vorschlag“

Radeln auf dem Bahndamm?

HAMELN. Es war einer der ersten Vorschläge, die Lars Reineke, Hamelns ersten Fahrradbeauftragten, erreichten: Wie wäre es, einen ungenutzten Bahndamm in der Südstadt zum Radweg umzufunktionieren? Die Dewezet wollte wissen, wie realistisch dieser Vorschlag ist, und hat mit der Deutschen Bahn und der Stadt darüber gesprochen.

veröffentlicht am 14.03.2018 um 13:39 Uhr
aktualisiert am 14.03.2018 um 18:26 Uhr

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Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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„Es geht dabei um einen Bahndamm nördlich der Ruthenstraße, der am Gasometer entlangläuft und auf die alte Eisenbahnbrücke trifft“, schildert Lars Reineke auf seiner Website www.radverkehr-hameln.de. Gemeint ist also der Bereich zwischen der Ohsener Straße und der Stelle, wo die Straße Am Hafen in die Ruthenstraße mündet. Der Fahrradbeauftragte hält die Idee „für einen spannenden und interessanten Vorschlag“, vermag aber nicht einzuschätzen, wie realistisch es ist, die ungenutzte Bahnstrecke zu einem Radweg umzuwidmen.

Möglicherweise ließe sich der Radweg auch noch über die Ohsener Straße hinaus bis zur Wittekindstraße verlängern. „Der Teil zwischen Wittekindstraße und Ohsener Straße ist stillgelegt und steht zum Verkauf“, teilt Sabine Brunkhorst, Sprecherin der Deutschen Bahn, mit. Auf die Frage, ob sich die Bahn vorstellen könne, diesen Abschnitt für den Fahrradverkehr freizugeben, antwortet die Sprecherin weder mit Ja noch mit Nein. „Das wäre ja nur ein geringer Teil des Damms“, sagt sie. Ob eine entsprechende Anfrage schon einmal an die herangetragen worden sei, ist Brunkhorst zufolge nicht bekannt.

„Der Rest bis zur Ruthenstraße ist schon seit Längerem nicht mehr im Besitz der Deutschen Bahn.“ Dieser Rest teilt sich laut Stadtverwaltung auf mehrere Eigentümer auf: auf die Stadt Hameln und die Stadtwerke, ein Tochterunternehmen der Stadt. Genauere Angaben zu den Besitzverhältnissen könne die Stadtverwaltung nicht machen.

Die Idee, den ehemaligen Bahndamm in einen Radweg umzuwandeln, sei im Rathaus bekannt, wie Stadtsprecherin Janine Herrmann auf Anfrage mitteilt. „Auch während eines Treffens zum Masterplan Mobilität wurde diese Idee erneut aufgeworfen“, sagt Herrmann. Nähere Pläne für die Umsetzung dieser Idee gibt es allerdings noch nicht. „Wir sind jedoch noch am Ideen sammeln, da das Gelände ganzheitlich umgeplant werden soll“, führt die Sprecherin aus. Gemeint sei damit die von der Stadt geplante Neugestaltung des Hafenbereichs und Weserufers. „Einen genauen Zeitplan gibt es dazu noch nicht“, so Herrmann.

Bis auf Weiteres definitiv ausgeschlossen ist eine Umwidmung des Bahndamms parallel zur Straße Guter Ort. Der Abschnitt zwischen Stephanplatz und Wittekindstraße wird von der Deutschen Bahn derzeit als Abstellfläche für Züge genutzt, teilt die Bahnsprecherin mit.

Ein ehemaliger Bahndamm in Hameln ist bereits zum Radweg umgewidmet worden und als solcher in Betrieb. Er verläuft zwischen der Wertheimer Straße und der Stegerwaldstraße in Wangelist beziehungsweise Klein Berkel. Mehr Spielraum als in der Hamelner Südstadt gibt es derzeit auch nicht.

Alle weiteren Bahnstrecken sind derzeit noch in Betrieb.



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