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Lager im Einzelhandel sind noch gut gefüllt / Ursache für den Überhang ist der Winter, der bisher keiner war

Rabatt oder reduziert – die Zeit der Schnäppchenjäger

Hameln (CK). In früheren Jahren war es ein gewohntes Bild: Wenn zum Start des Winterschlussverkaufs die Einzelhändler ihre Türen öffneten, drängten sich die Kunden und lieferten sich stellenweise eine wahre Schlacht um die Schnäppchen der Saison. Der WSV ist schon seit 2003 Geschichte, doch die Schnäppchenjäger gibt’s immer noch. Und sie haben in diesem Jahr gute Karten.

veröffentlicht am 13.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 05:21 Uhr

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Schuld daran, wie kann es anders sein, ist der Winter, der bisher noch gar keiner war. Bei Temperaturen bis zu zehn Grad plus hatten die Hamelner offenbar nur wenig Lust auf Daunenjacken und Co. Mit der Folge, dass viele Geschäfte in der Stadt weitgehend auf ihrer Winterware sitzenblieben. „Es gibt durchweg noch hohe Bestände“, bestätigt denn auch Holger Wellner. Der Vorsitzende des heimischen Einzelhandelsverbandes sieht deshalb nicht nur bei sich (im gleichnamigen Modehaus in der Ritterstraße), sondern auch bei seinen Verbandskollegen noch eine gute Auswahl an Winterbekleidung.

Aufgrund der warmen Witterung hätten etliche Händler schon im Dezember damit begonnen, ihre Preise für Winterware zu reduzieren, seit einigen Tagen läuft die Rabattschlacht auf vollen Touren. Wobei es sich, wie Wellner klarstellt, meistens weniger um Rabatte als vielmehr um Reduzierungen handelt. So würden stellenweise Wintersachen angeboten, die 50 Prozent unter dem regulären Preis liegen. Aber egal, ob „Radikal reduziert“, „Sale“ oder einfach nur „30, 50, 70 %“ auf den Werbeschildern steht – ein Bummel durch die Geschäfte lohnt sich zurzeit immer.

Und das gilt keinesfalls allein für die Stadt-Galerie, wo selbst die Parfümerie Douglas ihre Waren teilweise reduziert hat („sparen Sie sich schön“), sondern auch praktisch sämtliche Geschäfte mit Schuhen oder Bekleidung Sparpreise anbieten. Auch in den großen Modehäusern kann man sparen, und die kleinen Geschäfte, auch die in den Nebenstraßen der Fußgängerzone, können und wollen sich diesem Trend offenbar nicht entziehen. Die Lager müssen leer geräumt werden, und das nicht allein deshalb, weil es bisher noch nicht so richtig kalt war.

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„Mancher hat aufgrund der Erfahrungen aus dem letzten Jahr, als es einen strengen und langen Winter gab und teilweise schon im Dezember Winterkleidung ausverkauft war, für diese Saison optimistisch geplant und sich mit mehr Ware eingedeckt“, weiß der Einzelhandelssprecher. Und jetzt habe eben der grüne Winter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Allerdings: „Der modisch affine Kunde kauft immer, der bedarfsorientierte nicht.“ Soll heißen: Wer nur mal so stöbert, zückt im Zweifelsfall auch die Geldbörse, wer Wintersachen braucht, kauft sie nur dann, wenn auch wirklich Winter ist. Wer jetzt aber beispielsweise zum Wintersport fahren und sich noch mit Kleidung eindecken möchte, sollte sich sputen: „Seit ein paar Tagen fließt die Ware schnell ab“, so der Handelssprecher.

Die ersten Stücke der neue Mode für Frühjahr und Sommer trudeln übrigens schon seit November letzten Jahres bei den Hamelner Händlern ein. Und seit Januar kommt „sehr viel“, wie Wellner bestätigt. Und hier werde ebenfalls schon gut gekauft. Grund: die Mode als Mittel gegen die Wintertristesse. Denn sie wird ausgesprochen farbig in der neuen Saison. „Und von Farbe“, sagt Wellner, „hatten wir im Winter nur sehr wenig.“

30, 50, 70 Prozent – die Rabattschlacht hat begonnen. Petra Stemme hat noch jede Menge Winterbekleidung, und auch Stiefel gibt es reichlich.

Fotos: Dana



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