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Q'Antati Weltladen sorgt für Fairness

veröffentlicht am 14.08.2011 um 16:24 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Laden

Hameln. Susy Gutiérrez ist die Tochter eines Kakaobauern und lebt in der Nähe von El Ceibo in Bolivien. Sie war noch nie in Europa, geschweige denn in Hameln. Doch trotzdem ist ihre Lebensgeschichte und die vieler anderen hier bekannt – durch den Hamelner Weltladen Q‘Antati. Seit fast 35 Jahren werden an der Emmernstraße fair gehandelte Waren verkauft und Menschen wie Susys Vater unterstützt. Mittlerweile haben sie ein breit gefächertes Sortiment, einen hellen, modernen Laden und eine bunt gemischte Kundschaft. Doch das war nicht immer so.
 1976 wurden der Weltladen und dessen Träger, der Verein „Aktion Eine Welt e.V.“, aus der Arbeit des evangelischen Jugenddienstes heraus gegründet. Motivation war damals wie heute die Tatsache, dass die Produzenten in den sogenannten Entwicklungsländern auf den Weltmärkten schlechter entlohnt werden als ihnen eigentlich zustünde. Die großen Fair-Trade-Organisationen wie GEPA oder El Puente steckten seinerzeit ebenfalls noch in den Kinderschuhen, sodass das kleine Geschäft, das damals noch den Namen „Kolonialwarenladen“ trug, seine fair gehandelten Produkte selbst importierte.  „Am Anfang wurden Alpakapullover aus Bolivien bestellt, die leider nur ganz selten gepasst haben“, weiß Gabi Raabe, die für den Einkauf und die Organisation Q‘Antatis zuständig ist. Die Bolivianer hätten andere Maße als die Europäer und eine ganz andere Vorstellung davon gehabt, wie die Pullover sitzen sollten – deshalb waren häufig entweder die Arme zu kurz oder der Pullover bauchfrei. „Das war einfach sinnlos und deshalb wurden die Pullover aus dem Sortiment genommen – wie mittlerweile alle Kleidungsstücke“, erklärt Raabe. Dennoch sei die Erinnerung an die ersten Gehversuche des Weltladens mit den bolivianischen Alpakapullovern immer noch lebendig – im damals neuen Namen „Q‘Antati“. Dieses Wort heißt in der Sprache der bolivianischen Indios nämlich Sonnenaufgang oder Hoffnung und erschien den damaligen Mitgliedern des Vereins passender. Und so wurde nach eineinhalb Jahren aus dem „Kolonialwarenladen“ der „Q‘Antati Weltladen“.
 „Etwa zeitgleich mit dem Wechsel des Namens wandten wir uns auch an die Großhändler, da der eigene Import sich als viel zu kostspielig herausgestellt hat“, erzählt Raabe, die sich inzwischen über einen großen Kundenstamm freut.



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