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Kosten von über 1 Million Euro zu erwarten / Frage nach besserer Schulreinigung bleibt offen

Putz GmbH erst mal vom Tisch

HAMELN. Die Gründung einer städtischen Putz GmbH ist wohl erst mal kein Thema mehr. Die vom Rathaus ermittelten Kosten schrecken die Politik ab. Was bleibt, ist das Problem der Schulreinigung.

veröffentlicht am 03.04.2019 um 18:19 Uhr
aktualisiert am 03.04.2019 um 20:10 Uhr

Die Frage nach optimaler Schulreinigung bleibt bestehen. Foto: wal
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Nachdem mehrere Schulleiter die Reinigungsergebnisse an ihren Schulen beklagt hatten, kam vonseiten der Ratsgruppe SPD/Die Linke die Frage auf, ob die Reinigung wieder in kommunaler Hand nicht besser aufgehoben wäre. Das Rathaus brachte die Option der Gründung einer Putz GmbH ins Spiel. Unterdessen beklagten Reinigungskräfte, immer weniger Zeit für die Reinigung zu haben, seit diese Aufgabe an private Unternehmen vergeben worden sei. Auf der anderen Seite erhob ein Reinigungsunternehmen Vorwürfe gegen die Stadtverwaltung, von den Reinigungskräften zusätzliche Arbeiten abzuverlangen, diese aber nicht zu bezahlen. Die Firma kündigte den Vertrag mit der Stadt auf.

Der Rat beauftragte die Stadt, zu prüfen, welche Kosten auf die Stadt zukämen, wenn sie die Gebäudereinigung wieder komplett selbst durchführen würde. Um das Ergebnis dieser Prüfung ging es am Mittwoch im Finanzausschuss. Rund 1,03 Millionen Euro würde es demnach zusätzlich kosten, die Gebäude wieder komplett mit eigenem Personal zu reinigen. Eine Summe, die auf Grundlage eines Kommunalberichts vom Landesrechnungshof Schleswig-Holstein ermittelt worden sei, demzufolge bei Schulen eine Kostensteigerung von 83 Prozent und bei Verwaltungsgebäuden von 67 Prozent zu erwarten sei. Ausschlaggebend dafür sei der so entstehende Bedarf an zusätzlichen Stellen. Da die in Hameln derzeit von privaten Anbietern gereinigte Fläche gut 120 000 Quadratmeter betrage, zog das Rathaus zur Orientierung den Landkreis Holzminden heran. Dort würde eine Fläche von 130 000 Quadratmetern mit eigenem Personal in Höhe von 100 Reinigungskräften gesäubert werden.

Alle Fraktionen waren sich einig, dass diese Kosten der Stadt nicht zugemutet werden könnten. Doch während CDU/DU, FDP und Frischer Wind/Piraten die Vorlage von SPD/Die Linke zu den Akten legen wollten, warf Björn Lönnecker (SPD) ein, dass die Frage nach einer zufriedenstellenden Schulreinigung bestehen bleibe. Ein von Wolfgang Pranke, Leiter des Fachbereichs Steuerung und innere Dienste, aufgezeigter „Zwischenweg“ könnte sein, den Reinigungskräften mehr Zeit zur Verfügung zu stellen. Auch dies würde zwar die Kosten erhöhen, allerdings nicht in dem Maße wie mit eigenem Personal. Am 9. Mai befasst sich der Rat mit dem Thema.



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