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Kostenlose Betreuung die Ursache?

Puffer freier Kitaplätze schmilzt – Wo ist noch Platz?

HAMELN. Noch ist nicht klar, ob die Kitaplätze in Hameln in diesem Jahr für alle reichen, denn: Derzeit schmilzt der Puffer an freien Plätzen ziemlich schnell. Das erklärt die Stadt Hameln, die die Aussicht auf kostenlose Betreuung als Grund vermutet. Ein Überblick über befristete und neue Gruppen.

veröffentlicht am 16.02.2018 um 16:09 Uhr
aktualisiert am 16.02.2018 um 19:19 Uhr

Für die Fensterbank ist Francesca Steding auf besondere Weise kreativ geworden.
Dorothee Balzereit

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Die Anmeldungen für einen Platz in Hamelns Kindertagesstätten laufen auf Hochtouren. Doch konkrete Zahlen darüber, wer wo einen Platz bekommt und ob jedes Kind berücksichtigt werden kann, konnte die Stadt am Donnerstag bei der Sitzung des Ausschusses für Familie, Kindertagesstätten, Schulen und Sport nicht liefern. „Es ist zu früh, um einen Bericht vorzulegen“, erklärte Ulrike Cott, Leiterin der Abteilung Kindertagesbetreuung. Eine Tendenz zeichnet sich jedoch bereits seit Dezember ab: Die Zahl der Anmeldungen liegt über den Erwartungen. Der von der Stadt für solche Fälle eingeplante Puffer schmilzt. Als Ursache für den Anstieg vermutet Cott vor allem die von der Landesregierung in Aussicht gestellte gebührenfreie Kita.

Eine weitere Unwägbarkeit ist für die Verwaltung die Aufhebung des Stichtags für Schulanfänger: Derzeit wird auf Landesebene diskutiert, ob Eltern die Möglichkeit bekommen sollen, ihr Kind ein Jahr später zur Schule schicken, wenn sie das für richtig halten. Für die Kitas bedeute das bezüglich der frei werdenden Plätze neue Planungsunsicherheit, denn es sei nicht ausgeschlossen, dass die Eltern sich erst vier Wochen vorher entscheiden müssten. „Wir wissen nicht, was da auf uns zukommt“, sagt Ulrike Cott.

Eng ist es bei den Kitaplätzen schon länger. Bei der Stadt rechnete man im Herbst vergangenen Jahres „langfristig mit einem Defizit“, wie Stadtsprecher Thomas Wahmes erklärte. Um den Andrang aufzufangen, wurden diverse Übergangsregelungen für befristete und neue Gruppen angeschoben.Ein Überblick:

Kita Klütstraße: Die alte Kita wird bedarfsorientiert reaktiviert, das wurde im letzten Jahr beschlossen. Es wird zunächst eine Regelgruppe eingerichtet, eine Familiengruppe hat das Landesjugendamt abgelehnt. Beginn ist frühestens Mitte Mai.

Paul-Gerhard und Süntelzwerge: Die befristet eingerichtete Kleingruppe Paul-Gerhard-Kita sowie in der Kita Süntelzwerge in Holtensen werden weitergeführt. In der Kita der Paul-Gerhardt-Gemeinde hatte es Probleme mit der Genehmigung gegeben, weil ein Bewegungsraum fehlt, man geht aber davon aus, diese für ein weiteres Jahr zu erhalten.

Mütterzentrum: Zum ersten 1. August kann eine weitere Kleingruppe eingerichtet werden.

AWO Barchusen: In dieser Einrichtung werden zehn Plätze weiterhin bedarfsorientiert als Ganztagsplätze fortgeführt.

Kindernester: In Tündern besteht, genauso wie in Holtensen, zusätzlicher Bedarf an Krippenplätzen (wir berichteten). In beiden Orten soll weiterhin ein Kindernest eingerichtet werden. Der erste Raumvorschlag in Tündern könne allerdings aus Brandschutzgründen nicht verwirklicht, nun werde eine andere Option geprüft. Das gleiche gilt für Holtensen. Das erste von insgesamt vier geplanten Kindernestern geht nun in der Nordstadt an den Start. Auch am Basberg und in der Südstadt waren ursprünglich Kindernester geplant.

Anmeldeverfahren: Immer wieder kritisiert wurden in der Vergangenheit Mehrfachanmeldungen in Kitas. Weil die Anmeldung nicht zentral läuft, melden die Eltern ihren Nachwuchs in den Wunschkitas einzeln an. Die Länge der Warteliste hat somit erst Aussagekraft, wenn ein Kind für eine Kita verbindlich angemeldet wurde und die Plätze in den anderen Kitas, für die das Kind ebenfalls angemeldet war, frei werden. Um das Verfahren zu vereinfachen, haben sich Kita-Träger und Verwaltung nun zusammengesetzt. Zumindest für die Anmeldung in 2019 steht eine Verbesserung an: Ab diesem Zeitpunkt sollen sich die Eltern in einem Zeitkorridor von Mitte Januar bis Mitte März verbindlich anmelden. In diesem Jahr funktioniere es noch nicht, weil einige Kitas bereits begonnen hätten, ihre Plätze zu vergeben.

Online-Anmeldung: Das Tolina-System im Elternportal, das in der Vergangenheit ebenfalls in der Kritik stand, habe man inzwischen besser im Griff: Hier hatten unter anderem Mehrfachanmeldungen zu Chaos geführt. Inzwischen könne aber besser gefiltert werden, so Ulrike Cott. Die Anmeldungen für einen Platz in Hamelns Kindertagesstätten laufen auf Hochtouren. Doch konkrete Zahlen darüber, wer wo einen Platz bekommt und ob jedes Kind berücksichtigt werden kann, konnte die Stadt am Donnerstag bei der Sitzung des Ausschusses für Familie, Kindertagesstätten, Schulen und Sport nicht liefern. „Es ist zu früh, um einen Bericht vorzulegen“, erklärte Ulrike Cott, Leiterin der Abteilung Kindertagesbetreuung. Eine Tendenz zeichnet sich jedoch bereits seit Dezember ab: Die Zahl der Anmeldungen liegt über den Erwartungen. Der von der Stadt für solche Fälle eingeplante Puffer schmilzt. Als Ursache für den Anstieg vermutet Cott vor allem die von der Landesregierung in Aussicht gestellte gebührenfreie Kita.

Eine weitere Unwägbarkeit ist für die Verwaltung die Aufhebung des Stichtags für Schulanfänger: Derzeit wird auf Landesebene diskutiert, ob Eltern die Möglichkeit bekommen sollen, ihr Kind ein Jahr später zur Schule schicken, wenn sie das für richtig halten. Für die Kitas bedeute das bezüglich der frei werdenden Plätze neue Planungsunsicherheit, denn es sei nicht ausgeschlossen, dass die Eltern sich erst vier Wochen vorher entscheiden müssten. „Wir wissen nicht, was da auf uns zukommt“, sagt Ulrike Cott.



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