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Diesel erstarrt bei Frost zu klumpiger Masse / Experten warnen vor einem Benzin-Diesel-Mix

Pudding im Tank legt schon mal Autos lahm

Hameln (mau). Wenn Diesel friert, dann sieht er ein kleines bisschen so aus wie erstarrter Vanillepudding. Weil man mit Vanillepudding im Autotank aber nicht sonderlich weit kommt, stellen die großen Marken-Tankstellen bereits Anfang Oktober von Sommer- auf Winterdiesel um – auch die meisten Tankstellen im Weserbergland. Der Winterdiesel friert im Vergleich zur Sommervariante nämlich erst ab minus 20 Grad, einige Benzinhersteller versprechen sogar erst ab minus 30 Grad.

veröffentlicht am 25.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 03:21 Uhr

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Dieselfahrzeuge sind mit einer gewöhnlichen Winterdiesel-Tankfüllung bestens vor dem Liegenbleiben bei eisigen Temperaturen geschützt, meint Hans-Hermann Diers vom ADAC Verbraucherschutz Niedersachsen/Sachsen-Anhalt. „Ich warne allerdings vor sogenannten Fließverbesserern oder dem Beimischen von Normalbenzin.“ Bei der hochmodernen Technik in den Fahrzeugen schädige so eine Mischung, wie sie früher bei Dieselfahrzeugen im Winter üblich war, eher. Auch von der Zugabe von Petroleum rät Diers aus guten Gründen ab.

Autofahrer, die wenig tanken, sollten ebenfalls aufpassen, wenn die Nächte wieder kälter werden, warnt der Autoexperte. „Wenn noch eine Füllung aus den Sommermonaten im Tank ist, läuft man Gefahr, dass bei großer Kälte der Wagen liegenbleibt oder sogar überhaupt nicht mehr anspringt.“ Große Schäden trägt das Auto in den meisten Fällen nicht davon, aber das Abschleppen und die somit verbundenen Kosten könne man sich sparen.

Für Autofahrer, die mit ihrem Diesel in den Winterurlaub in extrem kalte Regionen wie die Alpen fahren, hat Diers noch einen Tipp: „Nur soviel tanken, dass am Urlaubsort alles verbraucht ist und dort dann lieber neu auftanken. Die Hersteller stellen sich nämlich auf die Extremwerte in den jeweiligen Ländern ein.“

Bei Tankstellen, die nicht zu großen Ketten gehören, sollten sich die Autofahrer vorher über den aus der Zapfsäule kommenden Diesel informieren. Der ADAC empfiehlt auch eine Filterheizung, die gegebenenfalls nachträglich eingebaut werden kann. Viele Autos besitzen so eine Heizung aber bereits.

So kalt, dass in Deutschland der Diesel im Tank gefroren ist, war es zuletzt im Winter 2006. Wenn die Prognosen stimmen, kommen derart frostige Monate erst wieder in den Jahren 2011/2012 auf uns zu. Weil das mit dem Wetter aber ja bekanntlich immer so eine Sache ist, lieber auf Nummer sicher gehen – sonst gibt’s Pudding nicht nur auf dem Teller.

Vor allem in Wintermonaten wichtig: tanken, aber richtig. Sonst kanns’s schwierig werden bei Frost.

Foto. Bilderbox



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