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Psychologe: "Brandstifter sind ganz feige Menschen"

veröffentlicht am 15.11.2013 um 16:09 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:31 Uhr

Hameln (ube). Seit Anfang Oktober hält ein Serienbrandstifter Polizei und Feuerwehr im Landkreis in Atem. Doch was empfindet ein Brandstifter beim Zündeln? Und was treibt ihn an? Im Dewezet-Interview fällt Dr. Michael Heilemann, Diplompsychologe und Psychologischer Psychotheapeut, ein hartes Urteil.

Herr Dr. Heilemann, wie muss man sich die Psyche eines Brandstifters vorstellen?

„Auf den Punkt gebracht: Er ist ein ganz feiger Typ Mensch. In der Forensik gibt es eine Feigheitsskala. Brandstifter stehen an erster Stelle.“ Er treibt den wenigsten Aufwand, macht nichts Kompliziertes. So ein Täter muss höchstens ein geeignetes Objekt ausspähen, Benzin ausschütten und ein Streichholz anzünden. Ich will damit sagen: Seine intellektuellen und körperlichen Fähigkeiten müssen nicht groß sein. Brandstifter halten sich stets im Hintergrund, er scheut das Risiko. Auf Platz zwei der feigsten Täter steht übrigens der Dieb, gefolgt vom Vergewaltiger. Und dann vom Körperverletzer, auch „Schläger“ genannt."



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