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37-jähriger Asylbewerber ab 9. Februar in Hannover vor Gericht

Prozess um zwei Sexualstraftaten in Hameln beginnt

Hameln. Ein 37 Jahre alter Asylbewerber aus Algerien muss sich ab Dienstag, 9. Februar, vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Hannover wegen einer versuchten und wegen einer vollendeten Vergewaltigung verantworten. Die Verbrechen, die Redha M. zur Last gelegt werden, haben sich im Spätsommer 2015 in Hameln ereignet (wir berichteten).

veröffentlicht am 03.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

Blaulicht Gericht
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Von der Polizei werden die Straftaten „als überfallartige Sexualdelikte“ bewertet. Eine derartige Begehungsweise sei die absolute Ausnahme, sagt Kriminaldirektor Ralf Leopold. Im ersten Fall soll der Mann, der als Flüchtling Emmerthal zugewiesen worden war, am frühen Morgen des 24. Juli unvermittelt eine 48-Jährige angegriffen und zu Boden gerissen haben. Der Beschuldigte soll alkoholisiert gewesen sein, berichtet Gerichtssprecher Dr. Stephan Loheit. Laut Anklage soll der Tatverdächtige der Frau zunächst an die Brüste gefasst haben. „Im weiteren Verlauf soll er dann versucht haben, die Geschädigte zu entkleiden, um mit ihr gegen ihren erkennbaren Willen geschlechtlich zu verkehren“, erklärt der Richter. Zu einem vollendeten Sexualdelikt kam es wohl nur deshalb nicht, weil Zeugen einschritten.

Etwa sechs Wochen später, am 30. August, soll der Mann erneut zugeschlagen haben. Er steht im Verdacht, in den frühen Morgenstunden in Bahnhofsnähe eine Frau (24) in einen dunklen Durchgang gezerrt und sich an ihr sexuell vergangen zu haben. Auch in diesem Fall schritten Zeugen ein. Der Nordafrikaner sitzt in U-Haft.

Rechtsanwalt Ulrich Schmidt, der Redha M. verteidigt, sagte: „Sollte es so gewesen sein, wie es die Anklagebehörde behauptet, ist unentschuldbar, was passiert ist.“ Vor dem Hintergrund der Ereignisse von Köln hätten die Hamelner Fälle große Brisanz, „weil Gerichte mit Hinblick auf Generalprävention möglicherweise heute härter urteilen als früher“. Das Urteil könnte am 14. März gesprochen werden.



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