weather-image
24°

Schmidtchen schreibt Brief an BUND

Protest gegen Ausgrenzung

Hameln (HW). „Wen soll ich wählen?“ Unter diesem Leitspruch hat gestern die Kreisgruppe des BUND die Landratskandidaten von SPD und CDU, Rüdiger Butte und Dr. Stephan Walter, zu einem „Auswahlgespräch“ in die Sumpfblume eingeladen. Sehr zum Ärger der beiden weiteren Bewerber Klaus-Peter Wennemann (FDP) und Hermann Schmidtchen (Unabhängige). Die beiden Politiker fühlen sich ausgegrenzt, werfen dem BUND-Vorsitzenden Rolf Hermes – unabhängig voneinander – undemokratisches Verhalten vor.

veröffentlicht am 01.09.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 02:41 Uhr

H. Schmidtchen
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Um seinem Zorn Luft zu verschaffen, hat der Kandidat der Unabhängigen einen offenen, jedoch von Zynismus und Ironie getragenen Brief an Hermes verfasst. „Mein Name ist Hermann Schmidtchen. Ich bin kürzlich beim Kreiswahlleiter als Kandidat für das Amt des Landrates im Kreis Hameln-Pyrmont vorgeschlagen worden,“ schreibt der Unabhängige wörtlich und merkt an: „Das öffentliche Auswahlverfahren soll am 11.9.2011 von 8 bis 18 Uhr stattfinden. Mit mir bewerben sich drei weitere Kandidaten für dieses Amt.“ Des Weiteren lässt Schmidtchen Hermes wissen, dass ihm bislang vom Kreiswahlleiter nicht mitgeteilt worden sei, „dass es bereits ein Auswahlverfahren gegeben hat, in dem meine Bewerbung bereits von der Vorschlagsliste entfernt worden ist“. Schmidtchen habe nirgends feststellen können, dass es ein Auswahlverfahren gebe, welches die Bewerberliste qualifiziere. „Auch habe ich in der Satzung des BUND nicht feststellen können, dass es Aufgabe des BUND ist, sich in einem laufenden Auswahlverfahren (Wahlkampf) derartig, sprich parteiisch zu betätigen“, schreibt der Unabhängige abschließen.

Hermes hat auf der Internetseite der BUND-Kreisgruppe auf den offenen Brief Schmidtchens reagiert. Er beruft sich auf die Änderung des niedersächsischen Kommunalwahlgesetzes und die Kommunalwahlverordnung, in denen eine Stichwahl nicht mehr vorgesehen ist. Das sei die „entscheidende Motivation“ gewesen, die beiden anderen Kandidaten „außen vor“ zu lassen. „Die Organisation einer für den Zuschauer interessanten und lebendigen Diskussion erfordert bestimmte Beschränkungen. Den Kreis der Teilnehmer auf alle kandidierenden Gruppen ... zu erweitern, wäre zwar die ‚demokratischste‘ Form, vom Zeitansatz aber schwer handhabbar,“ begründet Hermes.

Ralf Hermes


Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?