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Zweckverband will in die Ohsener Straße übersiedeln – doch die Stadt Hameln spielt nicht mit

Projekt VHS-Umzug ausgebremst

Hameln. Das VHS-Haus bleibt VHS-Haus – zumindest vorerst. Um zu sparen, hatte der Zweckverband Volkshochschule Hameln-Pyrmont erwogen, seinen Hauptsitz in der Sedanstraße aufzugeben und ganz in das VHS-eigene Gebäude in der Ohsener Straße umzusiedeln. Doch dabei gibt es ein Hindernis: Das Haus in der Innenstadt gehört der Stadt Hameln, der Mietvertrag läuft noch bis 2026. Und ad hoc kann die Stadt mit einem leeren Gründerzeit-Gebäude offenbar wenig anfangen. Die Stadt lässt den Zweckverband nicht vor Ende 2014 aus seinem Vertrag. Auf die Mieteinnahmen möchte man im Rathaus derzeit nicht verzichten. Die Volkshochschule jedoch schmiedete bereits Pläne für einen kurzfristigen Umzug ins Gewerbegebiet.

veröffentlicht am 11.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 20:41 Uhr

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Frank Henke

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Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite
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Ein Architekt plante bereits, wie sich die drei Etagen in der Ohsener Straße umbauen und nutzen ließen, berichtet VHS-Direktor Bodo Müller-Thielicke: mit Künstlerwerkstatt, Gesundheits- und Multimediaraum und einem Entspannungsraum für Yogakurse beispielsweise. Gut 1000 Quadratmeter hätten nach dem Umbau zur Verfügung gestanden – mehr Platz als in der Sedanstraße. Nun liegen diese Pläne auf Eis.

Doch dem kann Müller-Thielicke sogar Positives abgewinnen. Er spricht von „Planungssicherheit“ – und auch von den 2014 frei werdenden Militäranlagen der Briten. Völlig ungelegen kommt die Auszeit da eventuell nicht. „Wenn die Linsingen-Kaserne als Bildungscampus oder kommunal genutzt wird, dann könnten sich auch Möglichkeiten ergeben, die VHS zu integrieren“, entwirft der Direktor ein Szenario.

Derzeit hat das VHS-Gebäude in der Ohsener Straße für den Zweckverband eher den Charakter einer Altlast. Einst wurden im Gewerbegebiet Umschulungs- und Fortbildungsmaßnahmen des VHS-Bereichs ArBuTec (Arbeit, Technik, Beruf) angeboten, finanziert von der Arbeitsagentur. Dann brachen die Aufträge weg. ArBuTec starb, die VHS geriet in finanzielle Schieflage, das Gebäude blieb – samt Ausstattung. Das Erdgeschoss des zweistöckigen Baus nimmt eine „Maschinenhalle“ ein. „Dort könnten an Werkbänken 60 Auszubildende gleichzeitig beschult werden“, sagt der Direktor des Zweckverbandes.

Derzeit finden in den Seminarräumen im ersten und zweiten Stock Sprachkurse für Ausländer statt – zehn Kurse insgesamt.

Ob das nüchterne Gebäude ab 2015 noch als neuer Hauptsitz der VHS Hameln-Pyrmont in Frage kommt, ist derzeit Zukunftsmusik. Die VHS möchte diese Option weiterhin prüfen. Ob die Stadt ihren Mieter in der Sedanstraße dann 2015 allerdings lieber ziehen lässt als heute, ist noch offen.



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