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EU-Parlamentarier Burkhard Balz zu Gast beim Neujahrsempfang der Jungen Union

„Projekt Europa auf wackeligen Füßen“

Hameln-Pyrmont. „Seid mutig und bringt neue Ideen mit ein.“ Burkhard Balz, Europaabgeordneter der CDU und selbst von 1990 bis 1996 Bezirksvorsitzender der Jungen Union (JU), gab dem neuen Führungsteam

veröffentlicht am 04.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 03:21 Uhr

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der CDU-Nachwuchsorganisation beim Neujahrsempfang im Breckehof einen klaren Kurs vor: „Es macht nichts, wenn sich der Kreisvorstand der CDU mal die Köpfe über euch zerbrechen muss. Wir haben früher auch für frischen Wind in der Partei gesorgt.“

Den scheint der Kreisverband Hameln-Pyrmont der JU auch zu brauchen, denn beim Neujahrsempfang, moderiert von dem 20-jährigen neuen stellvertretenden Kreisvorsitzenden Michael Kipp und Kreisvorstand Felix Beck (24), waren die Mitglieder der JU klar in der Minderheit. Die Mehrheit stellte die Prominenz der CDU aus Stadt und Landkreis, angeführt vom Bundestagsabgeordneten Michael Vietz und Hamelns OB-Kandidaten Claudio Griese. Die wichtigste Aussage dabei für die neue JU-Führung: „Ihr könnt auf unsere Unterstützung zählen, so wie wir in allen Wahlkämpfen auf eure Hilfe setzen durften.“

Nach einem Jahr mit drei Wahlkämpfen um die Mehrheit im Landtag, um die im Bundestag und um die Wiederbesetzung des durch den tödlichen Anschlag frei gewordenen Landratsposten, geht es auch in diesem Jahr gleich wieder um Wahlen und damit erneut auch um das Engagement eines tatkräftigen Nachwuchses: Am 25. Mai wird sowohl das neue Europaparlament gewählt als auch in fast allen Kommunen über die Bürgermeister entschieden. Lediglich in Hessisch Oldendorf stehen die Bürgermeisterwahlen erst im September an. Wie wichtig die jungen Leute der CDU dabei für die Wahlkämpfe seien, machte die Landtagsabgeordnete Petra Joumaah deutlich, als sie dem Nachwuchs für sein besonderes Engagement während ihres Wahlkampfes im Bereich der Neuen Medien dankte.

Dass auch scheinbar unlösbare Aufgaben nicht zur Mutlosigkeit führen müssen, machte Burkhard Balz in seinem Gastvortrag am Beispiel von Nelson Mandela deutlich, der trotz jahrzehntelanger Inhaftierung nie aufgegeben habe. „Wer aufgegeben hat, der stirbt“, zitierte Balz den großen verstorbenen Südafrikaner und spielte damit auch auf die großen Probleme an, die Europa und die EU derzeit zu lösen haben. „Denn das Projekt Europa steht immer noch auf wackeligen Füßen“, wie Balz erklärte. „Es wird auch in diesem Jahr wieder große Herausforderungen für Europa geben. Aber wir brauchen ein starkes Europa in einer sich schnell verändernden globalen Welt“, betonte der Abgeordnete aus Stadthagen, der bereits zum zweiten Mal Hauptredner bei einem Neujahrsempfang der JU in Hameln-Pyrmont war.

Zwar attestierte Balz der EU, Fortschritte in der Bewältigung der Staatsschuldenkrise gemacht zu haben, forderte von der EU-Kommission in Brüssel aber auch mehr Bürgernähe. „Diese Kommission ist zu weit weg von den Menschen“, warf er der EU-Lenkungsbehörde Regelungswut vor. Verhandlungen über den Beitritt weiterer Staaten zur EU bezeichnete Balz als einen Tanz auf des Messers Schneide. „Wir brauchen jetzt erst einmal Jahre der Konsolidierung vor neuen Beitritten“, forderte er.

Das gelte vor allem für die Türkei. Wegen der dort herrschenden Zustände könne das Land auf absehbare Zeit nicht Mitglied der EU werden. Die Botschaft der CDU im Wahlkampf müsse lauten: „Europa ist uns etwas wert.“ Es gehe schließlich um die Sicherung von Frieden, Freiheit und Sicherheit.wft



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