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Bewegungspark: Politische Mehrheit und Initiatoren bestehen auf Bürgergarten

„Probleme werden herbeigeredet“

Hameln. Die Mehrheitsgruppe aus CDU, Grünen und Unabhängigen lässt nicht locker: Sie macht sich erneut stark für die Einrichtung eines Bewegungsparks für Senioren, und zwar im Bürgergarten. Ganz so, wie es die Initiatoren des Projekts – der Hamelner Seniorenrat und der Paritätische – schon vor über einem Jahr gewünscht hatten. Für die Sitzung des Ausschusses für Familie und Kultur am Dienstag, 25. Juni im FiZ (siehe unten) hat die Gruppe einen Antrag gestellt, wonach die Verwaltung die Verhandlungen mit diesen Initiatoren über einen Bewegungspark für Jung und Alt wieder aufnehmen soll – wobei der Bürgergarten ausdrücklich als Standort festgelegt werden soll. Träger des Projekts soll die Stadt Hameln sein, Sponsoren wollen der Seniorenrat und der Paritätische einwerben.

veröffentlicht am 21.06.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 18:41 Uhr

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Autor:

Christa Koch
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Damit hat die Mehrheit bisher aber noch die Rechnung ohne den Wirt – sprich: die Verwaltung – gemacht. Die nämlich begrüßt das Projekt zwar grundsätzlich, spricht sich aber gegen den vorgesehenen Standort hinter dem Schachspiel im Bürgergarten aus. Dieser Platz, so heißt es, werde bei Veranstaltungen wie „Blütenzauber“ mitgenutzt und stünde dann nicht zur Verfügung, außerdem waren ein vorübergehender Abbau und die anschließende Montage der Geräte zu aufwendig. Vor allem aber: Für die Akzeptanz sei eine gut erreichbare Lage in parkähnlichem Umfeld nötig, die nicht zu sehr auf dem Präsentierteller liege. Deshalb ist aus Sicht der Verwaltung die Fläche gegenüber dem Bürgergarten am 164er-Denkmal geeigneter.

„Kommt gar nicht infrage“, sagt Ursula Wehrmann im Namen der Mehrheitsgruppe. Man habe sich gemeinsam mit dem Seniorenrat und dem Paritätischen, aber auch mit potenziellen Sponsoren, auf den Bürgergarten festgelegt, nicht zuletzt aufgrund der vorhandenen Infrastruktur, zu der auch Toiletten gehören. Die von der Verwaltung vorgebrachten Gegenargumente sind für die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Hamelner Rat nicht stichhaltig. Da wären zum einen die ins Feld geführten Veranstaltungen, wegen der angeblich Geräte abgebaut werden müssten. „So ein Quatsch. Im Bürgergarten gibt es einen Kinderspielplatz, und dessen Geräte werden ja schließlich auch nicht abgebaut“, sagt sie.

Was das nach Auffassung der Verwaltung angeblich vor allem von Älteren gewünschte „unbeobachtete Trainieren“ angeht, da ist Ursula Wehrmann völlig anderer Meinung. „Dass Senioren Sport treiben, ist heute eine Selbstverständlichkeit. Die wollen sich nicht verstecken“, so die Grüne. Sie glaubt vielmehr das Gegenteil: „Die jungen Alten wollen selbstbewusst auftreten und die Botschaft vermitteln: ,Ich tue etwas für meine Fitness. Wo ist das Problem?“, lautet die rhetorische Frage der Fraktionschefin. Ihre Antwort: „Es wird herbeigeredet.“



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