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Festliches Konzert zugunsten der Jugendarbeit der Münster-Gemeinde

Polizeichor singt auf hohem Niveau

Hameln. „Ich bin mehr als stolz über dieses hervorragende Konzert“, meinte Werner Schrandt nach Verklingen des lang anhaltenden Applauses im nahezu voll besetzten Münster. Vor 25 Jahren hatte der heute 70-jährige Ehrenvorsitzende den Polizeichor Hameln ins Leben gerufen.

veröffentlicht am 16.04.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 14:41 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Mit einem rundum anspruchsvollen Programm überraschte der gemischte Chor bei seinem ersten Jahreshöhepunkt, einem festlichen Konzert zugunsten der Jugendarbeit der Münster-Gemeinde. Mit durchweg getragenen, sehr gut auf die Raumakustik abgestimmten Werken wie Mozarts „Ave Verum“ oder dem – einem im vergangenen Jahr verstorbenen Chormitglied gewidmeten –, von Chorleiter Andranik Simonyan bearbeiteten „Benedictus“ von Brian Lewis bewies der zu zwei Dritteln aus Sängerinnen bestehende Chor sein erstaunliches Niveau.

Schubert- und Schumann-Lieder präsentierte der Chor dabei ebenso klar und transparent im Klang wie modernere Werke. Den Schlusspunkt setzte Ronald Binges populäre „Elisabeth Serenade“.

Einen besonderen Akzent des Konzertes stellten vier armenische Musiker, die auf Einladung des gleichfalls armenisch-stämmigen Chorleiters nach Hameln gekommen waren. Vor allem die beiden Hornisten der Neuen Philharmonie Hamburg, Armen Sahakyan und Suren Babayan, ließen nicht nur das „Nocturno“ von Richard Strauss Vater Franz Strauss zu einem Klangerlebnis erster Güte werden, auch zusammen mit dem Chor gelang ihnen ein ergreifendes „Näher, mein Gott zu dir“. Jener Choral, der am gleichen Tag vor 100 Jahren als letztes Musikstück auf der versinkenden „Titanic“ erklang. „Wir haben uns intensiv auf diese Veranstaltung vorbereitet“, so der erste Vorsitzende des Polizeichors Hameln, Thomas Schrell. Rund 100 Aktive singen derzeit im Ensemble. „Leider sind kaum aktive Polizisten dabei, da die infolge ihres Dienstes nur schwer an den Dienstagsproben teilnehmen können“, beklagt Schrell.

Neben dem Doppelkonzert zu Weihnachten, das schon seit vielen Jahren im Theater stattfindet, ist auch das Frühjahrskonzert im Münster mittlerweile zur Tradition geworden. „Wir wollen das an diesem Ort unbedingt fortsetzen“, wünscht sich Schrell, der zudem den Austausch mit den insgesamt 75 in Deutschland bestehenden Polizeichören forciert hat. Dass sich der Hamelner Polizeichor in Sachen Niveau dabei nicht zu verstecken braucht, das verdeutlichte der Chor nicht nur bei einem von Chorleiter Andranik Simonyan eigens für diesen Abend einstudierten Werk in armenischer Sprache, Sergej Rachmaninovs „Ombra mai fu“, das ebenso wie die Sololeistungen der Musiker mit dankbarem Applaus bedacht wurde.



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