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Erste Reaktionen auf Vorfälle mit Problemjugendlichen / Auch CDU fordert Streetworker

Polizei will in Afferde Sonderstreifen fahren

Afferde (CK). Na bitte – es geht doch! Nachdem einige Jugendliche aus Afferde erneut für negative Schlagzeilen gesorgt hatten, vor allem aber nach dem brutalen Angriff eines polizeibekannten 16-Jährigen auf einen 53 Jahre alten Frührentner (wir berichteten) kommt Bewegung in die Sache. Vor allem die Polizei und die Stadt Hameln haben nach dem jüngsten Vorfall reagiert und bereits Mitte dieser Woche ein Maßnahmenpaket beschlossen.

veröffentlicht am 09.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 05:41 Uhr

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„Was die Anzahl der polizeilich registrierten Delikte angeht, ist der Stadtteil Afferde kein Brennpunkt“, versichert Pressesprecher Jörg Schedlitzki. Dennoch nehme die Inspektion die registrierten Vorfälle dort ernst. Um das Dunkelfeld im Bereich Vandalismus und Ladendiebstahl aufzuhellen, werden die Streifenfahrten im Bereich des Ortsteiles aufgrund der aktuellen Lage ab sofort erhöht, verspricht Schedlitzki. Die Anwohner und Geschäftsleute bittet die Polizei in diesem Zusammenhang, Straftaten sofort bei der Polizeiinspektion anzuzeigen. „Unser Ziel ist, die Taten abzugleichen, um festzustellen, ob es eine Steigerung der Delikte gibt.“ Mit anderen Behörden wie Landkreis, Kirche oder Schulen seien außerdem Kooperationsgespräche geplant, um die Wirksamkeit polizeilicher Maßnahmen durch Intervention dieser anderen Behörden zu fördern.

Der Personenkreis der Jugendlichen, die derzeit in Afferde für so viel Ärger sorgen, ist dem Fachkommissariat für Jugendkriminalität (FK 6) angeblich bekannt. Es handelt sich nach Schedlitzkis Angaben um etwa 20 Jugendliche. Der Pressesprecher: „Ein 17-Jähriger ist darunter, der bei uns als sogenannter Schwellentäter geführt wird, das heißt unter dem Gesichtspunkt, das Abgleiten in die Kriminalität zu verhindern, steht dieser Jugendliche unter besonderer Beobachtung der Ermittler, was seine kriminellen Aktivitäten, aber auch seine Lebenssituation und sein soziales Umfeld angeht.“

Inzwischen haben die Vorfälle auch die Politik wachgerüttelt. Die CDU jedenfalls will das Thema nach den Worten von Gerhard Paschwitz, zugleich stellvertretender Vorsitzender des städtischen Jugendausschusses, in der kommenden Woche erneut aufgreifen. „Die Öffentlichkeit ist dort gebeutelt“, räumt der ehemalige Polizeibeamte unumwunden ein. Zugleich tue es ihm leid, wenn dann alles über einen Kamm geschoren werde. Im Namen seiner Fraktion fordert auch Paschwitz zum einen einen Streetworker, zum anderen will er den Landkreis verstärkt in die Pflicht nehmen. Und: „2007 hat die Stadt angeblich ein Migrationskonzept entwickelt. Ist das eigentlich irgendwo versandet?“, so seine (rhetorische) Frage.



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