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Ermittler: „Bei der Suche nach solchen Tätern sind wir meistens erfolgreich“

Polizei wertet Verbindungsdaten aus

Hameln. Die Polizei glaubt, den Unbekannten, der am Samstagnachmittag per E-Mail eine Bombendrohung an die Stadtgalerie geschickt hat, aufspüren zu können. „Die Chance, dass ein Verdächtiger ermittelt wird, ist hoch“, sagte gestern Hauptkommissar Jörn Schedlitzki auf Anfrage. „Die Täter glauben, in der Anonymität des Internets untertauchen zu können, doch die Zeit spielt für die Fahnder.“ Zwar müssten eine Menge aufgezeichneter Verbindungsdaten ausgewertet werden, dennoch: „Bei der Suche nach solchen Tätern sind wir meistens erfolgreich.“

veröffentlicht am 20.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 08:21 Uhr

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Autor:

VON ULRICH BEHMANN
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Der bislang unbekannte Kriminelle hatte Center-Managerin Susanne Schubert um 15.30 Uhr mitgeteilt, er werde um 16 Uhr den in einem Schließfach deponierten Sprengstoff zünden (wir berichteten). Die Drohung hatte einen Großeinsatz ausgelöst. 5000 Menschen mussten das Gebäude verlassen – innerhalb von nur 13 Minuten. Nachdem ein Sprengstoff-Spürhund die Wertfächer abgeschnüffelt und dabei nicht angeschlagen hatte, konnte die Polizei gegen 17 Uhr Entwarnung geben. Eine Bombendrohung sei kein Dummejungenstreich, sagt der Hauptkommissar. „Bei den Besuchern lösen solche E-Mails Panik und Verängstigung aus. Der Einsatz zieht zudem hohe Kosten nach sich, die der Verursacher tragen muss.“ Das auch für Mord und Totschlag zuständige Kommissariat hat den Fall übernommen. „Wir ermitteln wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“, sagt Schedlitzki. Darauf stehen drei Jahre Haft oder eine Geldstrafe.

Einen Film über den Einsatz sehen Sie auf dewezet.de



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