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Polizei von Hamgida-Absage überrascht

veröffentlicht am 19.01.2015 um 19:20 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:30 Uhr

Hameln (ube). Die Polizei ist eigenen Angaben zufolge von der Absage der Hamgida-Kundgebung überrascht worden. Es habe zuvor kein Gespräch mit dem Veranstalter gegeben, sagte Oberkommissar Jens Petersen auf Anfrage der Dewezet. Der Mann sei für die Polizei für Nachfragen auch nicht erreichbar (Stand 17.30 Uhr). In einer auf Facebook verbreiteten "Presseerklärung" der Hamgida heißt es, "in einem Telefonat mit der Polizei sei man zu dem Entschluss gekommen, die Veranstaltung für heute abzusagen". Ein solches Gespräch hat es nach Angaben der Inspektion nie gegeben. Laut Hamgida ist der Anmelder massiv bedroht worden. Von "Mord- und Gewaltaufrufen aus dem linksautonomen Spektrum" ist die Rede. Den Sicherheitsbehörden sind dagegen "keine Drohungen aus der linksautonomen Szene" bekannt. Es sei die freie Entscheidung des Veranstalters gewesen, die Kundgebung abzusagen, sagte Petersen.

Nach Informationen der Dewezet hat die Polizei am Sonntag lediglich eine Information über ein zufällig mitgehörtes Gespräch erhalten. In der Hamelner Altstadt sollen Personen mit vermutlich türkisch-arabischem Hintergrund gesagt haben: "Morgen Abend werden wir sie am Bahnhof abknallen. Es wird Blut fließen. Ich schwöre." Die Polizei stuft diesen Hinweis aber lediglich als "vage" ein, zumal der Zeuge nicht bereit ist, seine Identität preiszugeben. "Wegen dieser Aussage hätte die Polizei die Veranstaltung nicht abgesagt", hieß es. Hamgida hatte zudem behauptet, "kurzfristig sei kein neues Sicherheitskonzept mehr möglich". Die Polizei dementiert das. Man sei auf alles vorbereitet.

Kenner der Szene halten es für möglich, dass die Gründe für die Absage nur vorgeschoben wurden. "Vielleicht hat er eingesehen, dass seine Kundgebung ein Flop wird und wollte sich aus Angst vor Blamage elegant aus der Affäre ziehen", meint eine Quelle.



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