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Jugendorganisationen fürchten Kostenwelle für künftige Generationen

Politischer Nachwuchs fordert Sanierung der Fußgängerzone

Hameln (HW). Die Vorsitzenden der Hamelner Jugendorganisationen von SPD, CDU und FDP haben sich deutlich für eine Sanierung der Fußgängerzone ausgesprochen. Jungsozialisten, Junge Union und Junge Liberale sind übereinstimmend überzeugt, dass von einer Investition in die Innenstadt speziell die junge Generation profitiert. Insbesondere auch deshalb, weil bei einem Renovierungsverzicht EU-Fördermittel verloren gehen könnten, die bei einer Sanierung der Fußgängerzone zu einem späteren Zeitpunkt dann von der heutigen Jugend aufgebracht werden müssten.

veröffentlicht am 16.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 02:41 Uhr

D. Schimanski
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Die Jugend fühlt sich schlecht informiert

Allerdings fühlt sich die nachwachsende Generation über die geplanten Umbau-maßnahmen in Hamelns Innenstadt schlecht informiert. „Die Vorstellungen der Bürger sind so unterschiedlich, dass sie sich eigentlich gar nicht zusammenfassen lassen“, beklagt Daniel Schimanski. Der Hamelner JU-Vorsitzende fordert deshalb vom Rat und von der Verwaltung der Stadt, in der Öffentlichkeitsarbeit neue Wege zu gehen. „Dabei ist der Ausgang des Bürgerentscheids unerheblich, denn sollte die Sanierung der Fußgängerzone nach einem ablehnenden Bürgerentscheid einfach durchgezogen werden, ohne die Bürger und auch die Jugend zu hören, wäre das fatal“, meint Schimanski.

Von einer „einmaligen Gelegenheit, die sanierungsbedürftige Fußgängerzone von Grund auf zu modernisieren und zeitgemäß umzugestalten“ spricht der Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen Hameln-Holzminden, Kristijan Kuhlmann. Durch die zwei Millionen Euro EU-Förderung und keiner Neuverschuldung liegt die Entscheidung für die Julis klar auf der Hand. „Wenn wir die EU-Fördermittel verlieren und die Kosten einer Neugestaltung alleine tragen müssten, würde die Finanzierung dann durch neue Schulden zulasten der jungen Generation erfolgen“, sagt Kuhlmann. Zudem profitiere bei einer baldigen Sanierung auch das heimische Handwerk. „Daher spricht sich der FDP-Jugendverband eindeutig gegen den Bürgerentscheid und für die Neugestaltung aus“, betont der Juli-Vorsitzende.

Die Jusos setzen ebenfalls auf eine baldige Sanierung der Hamelner Fußgängerzone. Sie fordern ihre Mitglieder dazu auf, am Bürgerentscheid teilzunehmen. „Das bisherige Konzept jedoch muss überdacht werden. Politik und Verwaltung sollten sich mit den Kritikern an den Runden Tisch setzen und eine Lösung finden, die eine größtmögliche Übereinstimmung erzeugt“, fordert Torben Pfeufer. Der Vorsitzende der Hamelner Jungsozialisten ist zudem überzeugt, dass es keines Bürgerentscheides bedurft hätte, „wenn die Bedenken der Leute von Anfang an ernst genommen worden wären“. Die junge Generation müsse jedoch dafür sorgen, dass eine Sanierung der Fußgängerzone weiter möglich ist. „Sonst tragen wir in zehn, 20 oder 30 Jahren die Kosten“, so Pfeufer.

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K. Kuhlmann


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