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Auszeichnung für Ingrid Merten: Sie soll Ehrenortsbürgermeisterin von Klein Berkel werden

Politikerin mit Herz, Hirn und Seele

Klein Berkel. „Willi wird sich wohl dran gewöhnen müssen“, ist einer ihrer Standardsätze. Willi – das ist ein überaus engagierter Tischtennisspieler, vor allem aber der Ehemann von Ingrid Merten. Und als solcher hat er es in den letzten 20 Jahren vermutlich nicht gerade leichtgehabt, ist doch die langjährige Ortsbürgermeisterin von Klein Berkel – ebenfalls engagiert im Kreistag und im Stadtrat – derart quirlig, dass manche meinen, sie sei quasi eine Bigamistin, nämlich in zweiter Ehe verheiratet mit der Politik.

veröffentlicht am 20.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 04:21 Uhr

Autor:

Christa Koch
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Dabei kam sie dazu wie die Jungfrau zum Kind, war zunächst in der Truppe von Fritz Rieger, die heute Bürgerliste heißt, aktiv. Doch mit deren Richtung war sie irgendwann nicht mehr einverstanden, trat dort aus und in die SPD ein. Im Nachhinein sollte sich das als die richtige Entscheidung erweisen, denn Ingrid Merten zog regelmäßig rekordverdächtig viele Stimmen und wurde bereits 1991 zur stellvertretenden Ortsbürgermeisterin gewählt (bis 1994) und stand schließlich von 1994 bis 2011 an der Spitze der Ortschaft.

Und dort hat sich Ingrid Merten offenbar mehr als verdient gemacht, leitete den Singkreis oder das DRK, kümmerte sich um Schule, Kindergarten und Feuerwehr, vor allem aber um den Jugendtreff am Sportgelände, den sie mit viel Energie am Laufen hielt. Für die Jugendlichen war sie rund um die Uhr Ansprechpartner, wobei sie – wie auch bei ihren Ideen und Vorschlägen üblich – nie aufs Parteibuch schaute.

Und vielleicht ist genau das auch der Grund dafür, dass ausgerechnet die FDP jetzt vorgeschlagen hat, im nicht-öffentlichen Teil der nächsten Ortsratssitzung in Klein Berkel (Donnerstag, 22. November, um 19.30 Uhr im Freizeitheim Hohe Linden) Ingrid Merten, die nach der letzten Kommunalwahl nicht mehr für das Amt kandidiert hatte, den Titel einer Ehrenortsbürgermeisterin zu verleihen. Geradezu revolutionär, wenn man bedenkt, dass die Liberalen sich in der Vergangenheit nicht gerade durch feministische Ideen ausgezeichnet hatten und die Kommunalpolitikerin überdies den Sozialdemokraten angehört.

In der Hamelner Geschichte hat es übrigens erst einmal einen Fall gegeben, in dem ein verdienter Kommunalpolitiker mit dem Titel eines Ehrenortsbürgermeisters ausgezeichnet wurde: Am 7. Januar dieses Jahres wurde Rolf Bremeyer (CDU), langjähriger Ortsbürgermeister von Halvestorf, diese Ehre zuteil.



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