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Neuer Besitzer will Restaurant-Etage für 15 weitere Zimmer nutzen – und Gastronomie verkleinern

Politik signalisiert Wohlwollen für Klüt-Hotel

Hameln (HW). Das Klüt-Restaurant auf dem Hausberg der Rattenfängerstadt muss wieder eine Adresse für alle Hamelner werden. Das ist die parteiübergreifende Forderung der Politik, die sich jetzt im Bauausschuss mit dem Zukunftskonzept des neuen Besitzers Dr. Sergei Elsakov auseinandersetzte. Der Investor will die Gastronomie verkleinern und eine Etage des Gebäudes mit zusätzlichen Hotelzimmern versehen. Dazu ist das Aufstellen eines Bebauungsplanes nebst einer Änderung des Flächennutzungsplanes erforderlich.

veröffentlicht am 25.02.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 02:21 Uhr

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Da der Besitzer derzeit in St. Petersburg weilt, um ein unbefristetes Visum für Deutschland zu beantragen, war dessen Berater und Vertrauter Herbert Bröckel gekommen, um vor dem Ausschuss Rede und Antwort zu stehen. Der ehemalige Bürgermeister der Samtgemeinde Bodenwerder betonte, dass die Immobilie auf dem Klüt „gastronomisch und touristisch so schnell wie möglich“ mit neuem Leben erfüllt werden soll. Den Startschuss kündigte er für kommendes Frühjahr an. Ein gastronomischer Manager sei bereits eingestellt, eine GmbH gegründet und die Konzession für das Restaurant beantragt. „Dr. Elsakov will seine Wurzeln nach Deutschland verlagern, seine Tochter besucht bereits eine Privatschule in Holzminden“, sagte Bröckel.

Grundlange, die Klüt-Immobilie dauerhaft zu betreiben, sei jedoch die Wirtschaftlichkeit. „Die ist mit sieben Doppelzimmern und zwei Suiten nicht zu erreichen“, so Bröckel. Deshalb werde geplant, auf das Gourmet-Restaurant in der ersten Etage zu verzichten und stattdessen 15 weitere Zimmer zu schaffen. „Die Außenansicht des Gebäudes bleibt davon unberührt“, versicherte der Berater, der auch beantragte, die Außenflächen „ohne bauliche Veränderung temporär“ zu nutzen. Dabei gehe es darum, im Sommer kurzfristig „Tische, Bänke und Sonnenschirme aufzustellen“. Zwischen 800 000 und einer Million Euro werde Elsakov investieren, 15 bis 17 neue Arbeitsplätze sollen entstehen.

„Der Klüt ist Hamelns erster Hausberg. Wir sollten froh und dankbar sein, dass es nach vorn geht, und das Projekt jetzt auf den richtigen Weg bringen“, sagte Gerhard Paschwitz (CDU). Jürgen Mackenthun (Grüne) sprach dagegen in Anspielung auf die Fardt-Pleite von einer „sensiblen Diskussion als gebranntes Kind“. Rüdiger Zemlin forderte, den Weg zu vollenden, „dass es für Hameln auf dem Klüt wieder ein Restaurant und Hotel gibt“. Gleichzeitig sprach der Liberale Dr. Elsakov für dessen Investitionsbereitschaft seinen Dank aus.

Baudezernent Eckhard Koss nannte das Konzept „eine klare Vorgehensweise“ und betonte: „Die Stadt hat ein vitales Interesse daran, dass die Immobilie wieder mit Leben gefüllt wird. Wir müssen nun nach vorne blicken und die planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen. Das geht nur über einen Bebauungsplan.“ Im Zuge des Baugenehmigungsverfahrens müssten dann auch die technischen Details geklärt werden.

Da in einigen Ratsfraktionen noch Beratungsbedarf besteht, ließen die Ausschussmitglieder die Verwaltungsvorlage passieren. Die Entscheidung, ob der Bebauungsplan-Entwurf in der von der Verwaltung vorgeschlagenen Version ins Verfahren geht, soll nun im nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss fallen.

Das Gourmet-Restaurant in der ersten Etage des Klüt-Hotels soll nach den Plänen des Investors verschwinden. Statt dessen sind dort 15 weitere Zimmer geplant.

Foto: Wal



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