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Hochzeitshaus-Nutzung vor Ausschreibung

Politik glaubt nicht an Wirt mit viel Geld

Hameln (HW). Nur zur Kenntnis genommen hat der Verwaltungsausschuss (VA) die Mitteilungsvorlage der Bauverwaltung über die Zukunft des Hamelner Hochzeitshauses. Dazu soll jetzt ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren in die Wege geleitet werden, was einer öffentlichen Ausschreibung gleichkommt. Dabei soll in Erfahrung gebracht werden, ob es irgendwo einen Gastronomen gibt, der bereit ist, einen Restaurantbetrieb gehobener Kategorie – möglichst auf zwei Etagen – in dem historischen Gebäude zu betreiben und zudem noch Geld mitzubringen. Nämlich rund 775 000 Euro für notwendige Investitionen. Im Gegenzug will die Stadt dann zehn Jahre lang auf eine Pacht verzichten.

veröffentlicht am 25.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 14:41 Uhr

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Alternativ hält die Verwaltung noch die Variante II parat, nach der die Stadt die Umbaukosten trägt, was dann jedoch über eigens von der Kommunalaufsicht zu genehmigende Kredite finanziert werden muss. Eckhard Koss will die Ausschreibung nun „so schnell wie möglich“ auf den Weg bringen. Bei der Frage, ob das noch in diesem Jahr geschehen werde, hielt sich der Baudezernent gestern bedeckt: „Davon gehe ich aus.“ Sind Interessenten gefunden, will Koss „unter meiner Federführung“ in die weiteren Verhandlungen treten.

In der Politik wird eher mit verhaltenem Echo gerechnet. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Interessenten Schlange stehen werden“, sagt CDU-Fraktionschef Claudio Griese. Fritz Rieger spricht angesichts drohender Kreditfinanzierung „von einem Wagnis, das wir nicht mittragen werden“. Der Fraktionschef der Bürgerliste, selbst erfahrener Gastronom, bezweifelt, dass sich auf die Ausschreibung überhaupt jemand melden wird und befürchtet: „Am Ende geht der Zuschlag an eine Gastronomiekette wie McDonalds oder Pizza Hut – und das in einem historischen Gebäude.“ Soweit soll es nach Aussage Uwe Schoormanns (SPD), Sprecher der Mehrheitsgruppe, nicht kommen: „Findet sich kein Nutzer, kehren wir zur Vor-EWR-Nutzung zurück, nänmlich eine Nutzung von Fall zu Fall.“



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