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Klares Votum für Hamelner Beteiligung / Treptow: „Ein toller Erfolg“

Politik gibt grünes Licht: Stadtwerke steigen in Minden ein

Minden/Hameln (fh). Die Stadtwerke Hameln haben den Zuschlag: Gestern Abend gab der Rat der Stadt Minden grünes Licht für die Neugründung der Mindener Stadtwerke GmbH mit Hamelner Beteiligung. 49 Prozent des neuen Unternehmens werden die Hamelner halten. „Es ist ein ganz toller Erfolg für die Stadtwerke Hameln, zumal wir uns gegen einen so großen Konzern durchgesetzt haben“, sagte GWS-Chefin Susanne Treptow nach der Entscheidung. Als Konkurrent war die Gelsenwasser AG/Westfalica GmbH im Rennen.

veröffentlicht am 26.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 08:21 Uhr

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Gestern Abend hörte der Mindener Rat die Zusammenfassung der Angebote beider Bieter. In einer Auswertung der Krefelder Beratungs- und Prüfungsgesellschaft (BPG) hatte Hameln die Nase vorn – mit einer Höchstpunktzahl von 965, Gelsenwasser kam auf 855 Punkte. Noch klarer fiel schließlich das Votum der 58 Ratsherren aus: Bei 2 Gegenstimmen und 5 Enthaltungen sprach sich die deutliche Mehrheit für die Kooperation mit den Stadtwerken Hameln aus.

Der bisherige Versorger e.on Westfalen Weser gibt die Zahl der Netzanschlüsse in Minden und seinen Ortsteilen für Gas, Wasser und Strom mit rund 52 000 an. Im Mindener Stadtgebiet seien mehr als 70 e.on-Mitarbeiter im Einsatz.

In der vergangenen Woche war in Minden Kritik am Auswahlverfahren des neuen Partners laut geworden. So hatte das dortige Grünen-Ratsmitglied Wolfgang Thienelt bei der BPG-Auswertung von einer „rein subjektiven Aussage der Gutachter“ gesprochen, der man sich „nicht anschließen muss“. So würde beispielsweise Gelsenwasser/Westfalica ausschließlich Ökostrom anbieten, die benachbarten Niedersachsen dagegen nur rund zehn Prozent.

Dennoch stimmte gestern Abend die sechsköpfige Grünenfraktion nicht geschlossen gegen den Beschlussvorschlag, den Hamelnern den Vorzug zu geben.

Im „Mindener Tageblatt“ war zudem die Auslegung noch anderer Bewertungskriterien infrage gestellt worden. So habe etwa die erstmalige und beidseitige Kündigungsoption in den Angeboten (GWS 2022, Gelsenwasser 2016) eine unangemessen wichtige Rolle in der Bewertung gespielt. Der Vertragsentwurf der Stadt Minden deute dann zudem auf eine mögliche erste Kündigung noch vor dem Jahr 2020 hin.

Treptow weist die Kritik am Vergabeverfahren zurück: „Es war ein sehr gutes, sehr strukturiertes Verfahren.“ In dem entsprechenden Arbeitskreis hätten Vertreter aller Mindener Ratsfraktionen gesessen – und ja auch mit deutlicher Mehrheit für die Hamelner Beteiligung gestimmt.

Die hiesige Stadtwerke-Chefin reiste gestern zur Ratssitzung nach Minden, heute fährt sie erneut in die ostwestfälische Stadt. Am Mittag will sie zusammen mit dem dortigen Bürgermeister Michael Buhre und dem Geschäftsführer der städtischen Mindener Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungs-GmbH, Joachim Schmidt, vor die Presse treten, um „Ziele und nächsten Schritte“ zu erläutern, wie es in der Einladung heißt. In jedem Fall müssen die Schritte schnell erfolgen: Schon am 1. Januar 2013 sollen die Mindener Stadtwerke starten.

Ein großer Sprung für die Stadtwerke Hameln. Allein die Stadt Minden ist so groß, wie ihr bisheriges Versorgungsgebiet.

Foto: Dana



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