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Verzicht auf Sporhalle, aber Gebäudeaufstockung / Kosten betragen 21,26 Millionen

Politik gibt grünes Licht für den Ausbau des Schulzentrums Nord

Hameln. „Wir müssen ein Signal geben, dass das Schulzentrum in Hameln gewollt ist und ausgebaut werden kann. Auch, um der IGS eine Entwicklungschance zu geben.“ Diesen Appell hat Gaby Willamowius gestern an die Politik gerichtet. Gleichfalls forderte die Stadträtin, die Frage der Schulträgerschaft von der Entscheidung zum Ausbau des Schulzentrums Nord abzukoppeln. „Das Thema ist zu wichtig. Wir müssen auch sehen, was wir verlieren, denn der Landkreis bietet doch die Übernahme nicht an, weil er plötzlich 100 Prozent bezahlen will. Das muss alles offen besprochen werden“, sagte Willamovius in der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Stadtentwicklung sowie für Kindertagesstätten, Schulen und Sport. Eine erste Verhandlungsrunde der Verwaltungsspitzen von Stadt und Kreis sei bereits terminiert, kündigte die Stadträtin an.

veröffentlicht am 22.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 05:41 Uhr

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Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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Zuvor war die SPD mit einem Änderungsantrag an den Stimmen der aus CDU, Grünen und Unabhängigen bestehenden Mehrheitsgruppe sowie der FDP gescheitert. Die Sozialdemokraten hatten mit ihrem Papier unter anderem gefordert, dem Landkreis die Trägerschaft für das Schulzentrum Nord „mit den darin enthaltenen Schulen“ ab dem Schuljahr 2014/2015 anzubieten, damit dieser das Schulzentrum auf der Basis von IGS und Gymnasium mit gymnasialer Oberstufe achtzügig fortentwickeln könne. Dafür solle der Kreis sämtliche Kosten tragen, das Schulzentrum für den Bereich der Sekundarstufe II zum zentralen einzigen Angebot im Landkreis erklären und sich verpflichten, den Standort mindestens bis 2050 zu erhalten. „Dann werden wir sehen, wie der Kreis auf dieses Angebot eingeht“, begründete Kurt Meyer-Bergmann und merkte an: „Wenn wir das nicht versprechen, wird das Gebäude 2017 nicht stehen.“ Der SPD-Politiker bezeichnete den Antrag als „Kompromiss im Interesse von Schülern, Lehrern und Eltern“.

Dem allerdings widersprach Ursula Wehrmann. Die Grünen-Fraktionschefin wehrte sich dagegen, die Schulträgerschaft stückchenweise in die Hände des Kreises zu legen. „Unser Ziel ist es, in Gänze zu übertragen. Dafür ist aber ein Schulentwicklungskonzept erforderlich“, sagte sie.

Walter Kinast (CDU) erklärte, dass das von der Verwaltung vorgelegte Konzept nach einem Gruppengespräch modifiziert werden solle. Christdemokraten, Grüne und Unabhängige sprachen sich dafür aus, die Pläne für den Bau einer Einfeldsporthalle am Schulzentrum Nord nicht zum Tragen kommen zu lassen, dafür jedoch den Zwischentrakt im Gebäude der Sekundarstufe II aufzustocken, um Mensa mit zentralem Eingangsbereich, Lernlandschaft, Bibliothek und Lehrertreff zu ermöglichen. Die Kosten steigen deshalb von 20,58 Millionen auf 21,26 Millionen Euro. Die Verwaltung wurde zudem beauftragt, jetzt die erforderlichen Schritte zu einem europaweiten Ausschreibungsverfahren einzuleiten.



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