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Tierischer Einsatz auf B 1 / Feuerwehr rettet die Kleinen

Plumps, weg waren sie – Entenküken fallen in Gully

Hameln (ube). Da hatte sich die Entenmama aber gründlich verschätzt – ausgerechnet über die vierspurige und viel befahrene Bundesstraße 1 in Wangelist führte sie ihre sieben Küken zur Humme. Ein Glück, dass keines der zwischen den schnell fahrenden Autos über die Fahrbahn watschelnden Kleinen überfahren wurde. Auf der Flucht vor den großen Wagen schauten zwei Küken allerdings nicht so genau hin. Sie liefen auf einen Gullydeckel, fielen durch den Gitterrost und plumpsten in den dunklen Schacht. Autofahrerin Jennifer Steinhagen (33) und ihr Lebensgefährte Dirk Stascheit (45) sahen das Unglück. Sie hielten an, hörten die aufgeregt um Hilfe fiepsenden gelben Flauschbälle und riefen die Hamelner Feuerwehr.

veröffentlicht am 28.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 02:21 Uhr

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Die Tierretter Andreas Kracht und Sascha Lohf waren schnell zur Stelle. Mit einem Tanklöschfahrzeug und Blaulicht sperrten sie eine Fahrspur stadteinwärts und machten sich daran, die Kleinen zu retten. Die Entenmutter habe noch kurz in den Schacht geschaut, sei dann aber mit ihren übrigen fünf Küken weitergezogen, berichtet Jennifer Steinhagen.

Es war nicht einfach, die völlig verängstigten Küken zu retten. Sie saßen in einer Tiefe von zwei Metern fest. Vor Angst versteckten sie sich allerdings in einem kleinen Seitenrohr. Nur ab und zu sprangen sie in das stinkende, beinahe schwarze Wasser. Geduld war gefragt: Oberbrandmeister Lohf legte sich mit einem Kescher auf die Lauer. Ihm gelang es schließlich, die Küken einzufangen.

Die Geschwister Meike (8) und Jonas Kurkowski (11) beobachteten die Rettungsaktion. „Es ist echt toll, dass die Feuerwehr auch Tieren in Not hilft“, sagt Jonas – und erklärt dann stolz: „Ich bin Mitglied einer Jugendfeuerwehr. Deshalb helfe ich hier mit.“

„Da sind sie hineingefallen“ – Jennifer Steinhagen und Dirk Stascheit zeigen Tierretter Andreas Kracht, wo sich die Küken befinden. Jonas (10) freut sich, dass die kleinen Enten gerettet werden. Fotos: ube

Die Feuerwehrleute brachten die geretteten Küken zur Humme und setzten sie dort aus. Ente gut, alles gut.



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