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Planerische Grobmotorik

Da kann man nur den Kopf schütteln! Wie kann denn wohl die Stadt Hameln wochenlang mit einem Unternehmen über die Nutzung des Hochzeitshauses verhandeln, ohne von vornherein klarzustellen, dass an der Fassade des eigentlichen Wahrzeichens unserer Stadt nichts verändert werden kann. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, derentwegen man sich im Übrigen auch nicht hinter der Denkmalpflege in Hannover zu verstecken braucht.

veröffentlicht am 04.11.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 17:21 Uhr

Autor:

Günther Niemeyer
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Aber noch schöner: Dem interessierten Gastronomen wurde von der Stadt gar vorgeschlagen, seine konzeptionellen Präsentationsbedürfnisse, wenn schon nicht mit vergrößerten Fensterdurchbrüchen, dann doch mittels eines gläsernen Anbaus zur Osterstraße hin zu befriedigen! Dieser Vorschlag – sollte er denn ernst gemeint sein – legt ein verblüffendes Maß an planerischer Grobmotorik und eklatante Defizite hinsichtlich Geschmack und Stil bei den Stellen unserer Verwaltung bloß, die mit diesen Anträgen befasst waren. Hameln und seine Bürger können der oberen Denkmalschutzbehörde nur dankbar sein, dass sie solches verhindert hat.

Die Not muss – mal wieder – groß sein! Scheinbar ist das leerstehende Hochzeitshaus manch Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung so peinlich, dass man sogar versucht hat, dieses Fanal kommunaler Fehlleistungen mitten in unserer Stadt auch um den Preis seiner Verschandelung schnellstmöglich loszuwerden. In diesem Zusammenhang klingt es dann auch eher wie eine Drohung, dass man sich nach Absprung des Investors wieder den Wettbewerbsvorschlägen Hamelner Bürger zuwenden wolle. In der Summe waren sie auch nicht auffallend originell. Und es spricht schon Bände, dass seinerzeit auch ein Vorschlag prämiert wurde, bei dem der Begriff „Hochzeitshaus“ sachlich falsch interpretiert wurde – ums Heiraten, um Hochzeiten ging’s da früher nämlich nicht!

Steht zu hoffen, dass dieser Reinfall die zuständigen Stellen wieder zur Vernunft bringt. Mit Kurzatmigkeit wird nichts erreicht, vielmehr wird sich das Problem Hochzeitshaus nur mit Geduld und Gelassenheit dauerhaft lösen lassen.

g.niemeyer@dewezet.de KOMMENTAR



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