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Geldübergabe scheitert / Polizei gibt Tipps

Pfiffige Senioren verhindern Enkeltrick

Hameln (tis). Wiederholt haben Unbekannte versucht, mit dem sogenannten Enkeltrick bis zu 25 000 Euro von Hamelner Senioren zu ergaunern. Beide Fälle scheiterten aber, weil die möglichen Opfer die Polizei informierten. Die Beamten ermitteln nun wegen versuchten Betrugs.

veröffentlicht am 13.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 04:41 Uhr

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Die unbekannten Täter versuchten am Samstag gleich zwei Mal, mit einem Telefonanruf Senioren unter Druck zu setzen und Bargeld von ihnen zu bekommen. „Gegen 18 Uhr erhielt zunächst eine 64-jährige Hamelnerin von einem Unbekannten einen Anruf. In diesem Gespräch wurde der Frau vorgegaukelt, dass ihr Sohn in einen von ihm verschuldeten Unfall verwickelt sei“, berichtet Polizeioberkommissar Jörn Schedlitzki. Der Anrufer gab sich als Rechtsanwalt aus und teilte der Hamelnerin mit, dass man von einer Strafe für den Sohn absehen könne, wenn ein Geldbetrag von 23 000 Euro gezahlt würde. Etwa zeitgleich erhielt ein Ehepaar im Alter von 76 Jahren aus der Nordstadt einen ähnlichen Anruf. Hier gab sich der Anrufer jedoch als Polizeibeamter aus und überbrachte die Nachricht vom angeblichen Unfall des Sohnes. Diesmal forderte der Unbekannte sogar 25 000 Euro. Schedlitzki: „Zu einer Geldübergabe kam es in beiden Fällen nicht, denn die Senioren handelten richtig und informierten sofort die Polizei.“ Dort wurde ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Betruges eingeleitet.

Das Präventionsteam der Inspektion Hameln rät aufgrund der jüngsten Anrufe zur Vorsicht und gibt folgende Tipps: Seien Sie misstrauisch, wenn sich Menschen am Telefon als Amtspersonen ausgeben und von schweren Unglücksfällen oder Straftaten berichten. Notieren Sie sich Namen, Dienststelle und Anschrift des Dienstsitzes des Anrufers. Suchen Sie selbst die Telefonnummer heraus und rufen Sie zurück. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen oder Vertrauenspersonen Rücksprache. Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.



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