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Patrick Meißner neuer Rutschmeister

veröffentlicht am 26.07.2009 um 17:30 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Im Südbad wurde Hamelns Rutschmeister 2009 ermittelt.

Hameln (gro). Dunkle Wolken ziehen am Sonnabend kurz nach 13.30 Uhr über das Südbad und auch ein Grollen ist zu hören. Doch im Westen hellt es sich auf und Ronja Tünnermann sagt: „Bis zum Start haben wir noch etwas Zeit. Ich glaube, wir können den Ortsentscheid für die Niedersächsische Rutschmeisterschaft pünktlich starten.“ Enttäuscht ist die Organisatorin allerdings über die geringe Teilnehmerzahl von nur zehn Meisterschaftskandidaten. 

„Das muss wohl dem Wetter geschuldet werden,“ meint sie. Aber die, die gekommen sind, wollen es wissen.  Sieben Starter kommen aus dem Bereich Hameln, einer aus Bodenwerder, einer aus Laatzen und einer aus Uslar. Sie alle werden aus zehn Metern Höhe über die 65 Meter lange Rutsche durch die Kurven in das Wasserbecken gleiten – und das so schnell wie möglich. Zwei Durchgänge sind vorgesehen und die Zeiten werden addiert. Wer die kürzeste Zeit erreicht ist Sieger und hat sich für die niedersächsische Rutschmeisterschaft in Wolfsburg qualifiziert.
 Pünktlich um 14 Uhr startet Tünnermann den Ortsentscheid. Bevor es losgeht und die Kandidaten einzeln nach oben auf die Rutsche gerufen werden, erklärt sie nochmals die Regeln: „Gerutscht wird nur in Rückenlage oder Sitzposition. Verboten ist rückwärts und zur Disqualifikation führen auch das Rutschen auf Ellenbogen, Knien, Bauch. Eincremen und Einfetten von Körperteilen ist untersagt und es darf nur die übliche Badebekleidung getragen werden.“
 Vor dem Treppenaufgang zur Wasserrutsche stehen nun die Kandidaten. Der eine verschränkt seine Arme, der andere zupft nervös an dem über die Schulter gelegten Handtuch – aber alle beobachten die Konkurrenz, wie sie die Rutsche herunterkommt. Groß sind die Zeitunterschiede. Der Langsamste braucht 23,2 Sekunden, der Schnellste nur 13,1. Während die einen nach dem ersten Durchgang ihre Strategie und Körperhaltung für den zweiten Lauf diskutieren, ziehen sich die anderen allein auf eine der Bänke nahe der Rutsche zurück, wie auch Thorsten Krecan aus Uslar. „Im letzten Jahr hat es nicht geklappt,“ sagt er, „aber dieses Jahr will ich dabei sein. Darum fahre ich zu mehreren Ortsentscheiden, um das Ticket für Wolfsburg zu erreichen.“ Und wie macht er das? „Nun ja, am Startpunkt Schwung an der Stange holen, dann im Kanal auf einer Ferse und nur mit den Schulterblättern rutschen – in der sogenannten Drei-Punkt-Position“, erklärt er fachmännisch. Diese Position scheint von den meisten Kandidaten bevorzugt zu werden. 

 Es folgt der zweite Durchgang und die Besten aus dem ersten bestätigen ihre gute Leistung und dass die Drei-Punkt-Position tatsächlich die schnellsten Zeiten bringt. Mit insgesamt 26,1 Sekunden ist Patrick Meißner aus Hameln der Schnellste und empfängt Medaille, Urkunde, T-Shirt und Gutschein für die Teilnahme an der Landesmeisterschaft in Wolfsburg. Zweiter wurde Krecan mit 26,47 Sekunden und Dritter Manuel Leidisch aus Hameln mit 28,62 Sekunden.

ImSüdbad wurde Hamelns Rutschmeister 2009 gesucht


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