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„Spangenberger hinterlässt tiefe Spuren“

Patoralreferent Spangenberger geht in den Ruhestand

HAMELN. Die katholische Kirche in Hameln erlebt derzeit einen Generationswechsel: Mit dem Pastoralreferenten Hans-Georg Spangenberger, der am Dienstagabend in den Ruhestand verabschiedet wurde, verlieren die Katholiken eine profilierte Persönlichkeit und eine nicht nur im katholischen Bereich anerkannte Stimme.

veröffentlicht am 14.06.2017 um 17:03 Uhr

Hans-Georg Spangenberger (li.) mit seiner Frau Irmi und dem Hildesheimer Weihbischof Heinz-Günter Bongartz im Kirchgarten von St. Augustinus. Foto: wft
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Wolfhard F. Truchseß Reporter
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Nicht nur Spangenberger geht in den Ruhestand, auch Dechant Joachim Wingert wartet darauf, dass sein Nachfolger in St. Augustinus in drei Monaten das Amt des Priesters und Seelsorgers übernimmt.

Spangenberger wurde mit einer von vielen Menschen besuchten Andacht in der Kirche St. Augustinus von dem Hildesheimer Weibischof Heinz-Günter Bongartz verabschiedet. Bongartz war auf dem beruflichen Weg Spangenbergers immer wieder ein enger Gefährte, ein echter Freund. Die beiden hatten zusammen in Würzburg Theologie studiert und, wie Wingert erzählt, „in mancher langen Nacht das Schicksal der Kirche gelöst“. Auch in Hameln arbeiteten die beiden zeitweise eng zusammen: Bongartz war Priester an der St. Elisabeth Kirche und Spangenberger dort sein Mitarbeiter. Beide waren auch zuständig für das Ökumenische Zentrum in Klein Berkel und organisierten dort gemeinsam die ökumenischen Tage, wie sich Bongartz erinnert.

So verwundert es nicht, dass die Verabschiedung Spangenbergers durch den Weihbischof sehr persönlich ausfiel. Bongartz schätzt an Spangenberger besonders seinen klaren theologischen Blick, aber auch sein Engagement für die Menschen. „Das ist ein Mann, der mit beiden Beinen fest auf dem Boden und immer mitten im Leben stand“, erklärte Bongartz nach der Andacht. „Sein ökumenisches Wirken in Hameln hinterlässt tiefe Spuren.“

Wie zum Beweis dafür waren zu der Andacht sowohl viele evangelische Pastoren als auch Vertreter der liberalen jüdischen Gemeinde, zu der Spangenberger eine ganz besondere Beziehung hat, und auch der muslimischen Gläubigen erschienen, um dem scheidenden Pastoralreferenten die Ehre zu geben. Peter Wendt sang als Vertreter von Rachel Dohme auf Hebräisch den Psalm 23, Superintendent Philipp Meyer las ihn auf Deutsch in der Kirche vor.

Zu den Aktivitäten Spangenbergers gehörten zum Beispiel die Persönlichkeitsorientierten Kurse (POKs) mit der Sertürner Realschule, der IGS, der Albert-Schweitzer-Schule und dem Schiller-Gymnasium auf dem Finkenborn. Ganz wichtig war Spangenberger die Jugendarbeit; so wird er vorerst auch das Jugendbüro weiter betreuen.

Für die liberale jüdische Gemeinde wurde Spangenberger so etwas wie ein Geburtshelfer: Er stellte den aus der ehemaligen Sowjetunion gekommenen Menschen im Gemeindezentrum von St. Elisabeth Räume zur Verfügung, damit sie sich dort versammeln konnten. Maßgeblichen Anteil hat Spangenberger auch am Bau der neuen Synagoge an der Bürenstraße. Er ist Mitbegründer der Stiftung „Liberale Synagoge Hameln“.



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